Greenpeace Schweden boykottiert staatlichen Pensionsfonds

Greenpeace Schweden geht jetzt auch einen Schritt, den der norwegische Ölfonds zum Teil schon vollzogen hat, und steigt aus fossilen Investments aus. Naja, Greenpeace versucht es zumindest – mittels Boykott. Die Umweltschutzorganisation hat heute angekündigt, vorerst für seine Mitarbeiter keine Beiträge mehr an den staatlichen schwedischen AP-Fonds zu bezahlen.

Greenpeace: Öl? Nicht mit meiner Pension (Screenshot: Greenpeace Schweden).
Greenpeace: Nicht mit meiner Pension (Screenshot: Greenpeace Schweden).

Der investiert ähnlich wie der deutlich größere norwegische Staatsfonds sein Geld am Kapitalmarkt und dort eben auch in Firmen, die mit fossilen Brennstoffen Geld machen. Der norwegische staatliche Ölfonds schließt bereits seit einiger Zeit Unternehmen aus, die einen beträchtlichen Anteil des Umsatzes mit Kohle erwirtschaften und möchte bald aus dem Geschäft mit Öl und Gas aussteigen. Während Ersteres ökologische Gründe hat, geht es bei Letzterem darum, vom Ölpreis unabhängiger zu werden.

Der schwedische Staatspensionsfonds AP solle fossile Brennstoffe deinvestieren, fordert Greenpeace. Weil die NGO mit Ihren Beiträgen zur Vorsorge Ihrer Mitarbeiter nicht an solchen Geschäften beteiligt sein möchte, zahlt es nicht mehr in den Fonds ein.

Sollte Greenpeace damit Erfolg haben und so durchsetzen können, dass mehr darüber diskutiert wird, wie nachhaltig Geldanlage sein sollte, zeigt sich einmal mehr, dass Markt und Moral sich nicht immer ausschließen. Es kommt eben einfach darauf an, seine mit dem Geld verbündende Macht zu nutzen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .