Ich bin nicht allein (mit meinen Norwegen-Ölfonds-Ideen)

Egal ob allein, zu zweit oder zu vielen, in Oslos Paradiesbucht ist es immer schön (Wassertemperatur auf diesem Bild: geschätzte 2 Grad Celsius; Foto: Bomsdorf).
Egal ob allein, zu zweit oder zu vielen, in Oslos Paradiesbucht ist es immer schön (Wassertemperatur auf diesem Bild: geschätzte 2 Grad Celsius; Foto: Bomsdorf).

Binnen wenigen Minuten wiesen mich heute zwei Freunde auf ein Interview im Wirtschaftsmagazin Capital hin (beides mal übrigens über Blendle). Es ging wie so häufig um Norwegen und seinen Ölfonds. Im Interview mit Christian Kirchner (online steht eine kurze Zusammenfassung) spricht der anerkannte britische Akademiker Elroy Dimson über das Verhalten von Privatanlegern. Ganz zentral ist seine Erklärung, warum diese gut daran täten, sich am norwegischen Ölfonds zu orientieren.

Das zu lesen, hat mich natürlich sehr gefreut, zumal Dimson – der den Fonds über einige Jahre hinweg beraten hat – natürlich unabhängig von meinem Buch “So werden Sie reich wie Norwegen” (davon gehe ich jedenfalls aus 🙂 ) diese Idee hatte. Wenn der Chair des “Centre for Endowment Asset Management at Cambridge Judge Business School” und “Emeritus Professor of Finance at London Business School” die gleichen Thesen vertritt, ist das doch interessant.

Das sind Dimsons Hauptpunkte:

  1. Jeder kann anlegen, wie ein Staatsfonds (so lautet denn auch die Überschrift des Interviews ),
  2. weltweit waren historisch 5% reale Rendite pro Jahr bei Aktien drin,
  3. Immobilien liegen deutlich darunter, Untersuchungen, die anderes besagen, vernachlässigen mit dem Investment verbundene Kosten,
  4. Aktien bieten den Vorteil, dass das Risiko stark gestreut werden kann,
  5. Hyperinflationen und Kriege sind noch im kollektiven Bewusstsein der Deutschen und haben diesen die Lust an Aktien vergällt,
  6. das ist psychologisch verständlich, doch das Risiko lässt sich streuen – s.o. .
  7. … Ich mag hier nicht das ganze Interview wiedergegeben, denn es ist wirklich wert, gelesen zu werden und natürlich ist es alleine die paar Euro wert, die Capital online oder gedruckt kostet.

Übrigens erschien schon im Frühjahr bei Capital online ein Gastkommentar von mir in dem ich argumentiere, warum sich auch Privatanleger den Fonds zum Vorbild nehmen sollten. Nachzulesen hier (es lohnt auch ein Blick auf meine Presse-Seite).

Nicht, dass ich (dröge) Finanzwissenschaft und Liebeslyrik auch nur ansatzweise auf eine Stufe stellen mag, aber bei seinen Thesen nicht allein zu sein, ist ein schöner Anlass ein altes, schönes Lied zu hören: You’re not Alone.

Eine Antwort auf „Ich bin nicht allein (mit meinen Norwegen-Ölfonds-Ideen)“

Kommentare sind geschlossen.