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	<title>Berlin Archive - Reich wie Norwegen</title>
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	<description>Der genial einfache Vermögensratgeber</description>
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	<title>Berlin Archive - Reich wie Norwegen</title>
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		<title>Deutsche Wohnen enteignen = Rentner enteignen oder: Klaus Staeck 2021</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2021/04/23/deutsche-wohnen-enteignen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Apr 2021 19:20:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[Enteignung]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilien]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie Berlin dem Mietenwahnsinn ein Ende bereitet? Für immer? Ganz einfach: &#8222;Deutsche Wohnen &#38; Co enteignen&#8220;. Das meint jedenfalls die gleichnamige Initiative. So traurig es ist, dass Berlin haufenweise Wohnungen in kommunalem Besitz verkauft hat und so wichtig bezahlbarer Wohnraum ist, so fraglich ist doch, diese einmal verkauften (oder auch andere) Wohnungen nun mittels Deutsche &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2021/04/23/deutsche-wohnen-enteignen/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1037" style="width: 296px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1037" class="size-medium wp-image-1037" src="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/DeutscheWohnenAktionaersstruktur2021-296x300.png" alt="Wer mit Deutsche Wohnen enteignet würde." width="296" height="300" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/DeutscheWohnenAktionaersstruktur2021-296x300.png 296w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/DeutscheWohnenAktionaersstruktur2021-768x778.png 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/DeutscheWohnenAktionaersstruktur2021-555x562.png 555w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/DeutscheWohnenAktionaersstruktur2021.png 904w" sizes="(max-width: 296px) 100vw, 296px" /><p id="caption-attachment-1037" class="wp-caption-text">Gewöhnliche norwegische Bürger haben große Anteile an Deutsche Wohnen (Screenshot: Deutsche Wohnen).</p></div>
<p>Wie Berlin dem Mietenwahnsinn ein Ende bereitet? Für immer? Ganz einfach: <a href="https://www.dwenteignen.de" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Deutsche Wohnen &amp; Co enteignen&#8220;</a>. Das meint jedenfalls die gleichnamige Initiative. So traurig es ist, dass Berlin haufenweise Wohnungen in kommunalem Besitz verkauft hat und so wichtig bezahlbarer Wohnraum ist, so fraglich ist doch, diese einmal verkauften (oder auch andere) Wohnungen nun mittels Deutsche Wohnen enteignen  (und &#8211; immerhin &#8211; entschädigen) zurückholen zu wollen.</p>
<p>Es gibt viele Gründe, die in der Debatte bedacht werden sollten und die durchaus dagegen sprechen &#8211; z.B.:</p>
<ul>
<li>das Prinzip, Eigentum nicht einfach so anzutasten.<br />
Oder auch die möglichen Antworten auf die Fragen:</li>
<li>wer soll die Entschädigung bezahlen? (vermutlich alle &#8211; Steuerzahler) und</li>
<li>wer soll dann davon profitieren? (einige wenige &#8211; die, die in den Wohnungen leben).</li>
</ul>
<p>Heute aber ein kleiner Blick darauf, wer denn da enteignet werden soll. Denn  &#8222;Deutsche Wohnen &amp; Co&#8220; &#8211; und hier ersetzen wir mal das &#8222;Co.&#8220; durch  &#8222;Vonovia&#8220; &#8211; sind ja nicht Unternehmen, die niemandem gehören oder einem ominösem Großkapital, dem man ruhig Schaden zufügen darf und dem es auch nicht wehtut &#8211; ein Eindruck, der erschreckenderweise aber immer mal wieder erweckt wird und in den Bereich der antikapitalistischen Verschwörungserzählungen gehört.</p>
<h4>Fasst die Renten nicht an</h4>
<div id="attachment_1036" style="width: 280px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1036" class="size-medium wp-image-1036" src="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415-280x300.png" alt="Wer mit Vonovia enteignet würde." width="280" height="300" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415-280x300.png 280w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415-955x1024.png 955w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415-768x823.png 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415-555x595.png 555w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415.png 1026w" sizes="(max-width: 280px) 100vw, 280px" /><p id="caption-attachment-1036" class="wp-caption-text">Die größten Aktionäre von Vonovia sind letztlich ganz gewöhnliche norwegische Bürger (Screenshot: Vonovia).</p></div>
<p>Großaktionär sowohl bei <a href="https://investoren.vonovia.de/informationen-zur-aktie/aktionarsstruktur/" target="_blank" rel="noopener">Vonovia</a> als auch bei <a href="https://ir.deutsche-wohnen.com/websites/dewohnen/German/1400/aktionaersstruktur.html" target="_blank" rel="noopener">Deutsche Wohnen</a> ist der norwegische Ölfonds. Dessen Finanzanlagen sind langfristig und letztlich vor allem dafür gedacht, zukünftige Pensionszahlungen an norwegische Rentner zu finanzieren. Der norwegische Staat ist so weise, das Geld seiner Bürger langfristig und renditenstark anzulegen. Die deutschen Wohnungsbauunternehmen zu (teil)enteignen, hieße, den künftigen norwegischen Rentnern einen Teil ihrer Pensionen wegzunehmen. Wollt ihr das, Initiative dwenteignen? Und im Übrigen auch anderen Kleinanlegern, denn hinter Blackrock &#8211; die durchaus kritisch gesehen werden darf &#8211; stehen teilweise auch Privatanleger, die versuchen, ihre dürftigen gesetzlichen Renten kapitalgedeckt zu steigern.</p>
<p>Bevor es zwei Vorschläge zur Güte gibt, noch ein kleiner Blick auf Zahlen.</p>
<p>Bezahlbarer Wohnraum ist unglaublich wichtig &#8211; und viele in Berlin (wo die Enteignungs-Initiative läuft), haben den auch. Nämlich vor allem jene, die alte Mietverträge haben. Die Neuhinzugezogenen der letzten Jahre oder jene, die umgezogen sind, aber zahlen tüchtig. Bei vielen von jenen, die nicht das Glück haben, einen alten Mietvertrag oder ein ziemlich sattes Gehalt zu haben, dürfte die Miete bei den monatlichen Ausgaben der größte Posten sein. <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Wohnen/Tabellen/mietbelastungsquote.html;jsessionid=42C4067864E273557EF5ED61145D407F.live742" target="_blank" rel="noopener">Laut Statistischem Bundesamt</a> gibt der durchschnittliche deutsche Haushalt 27% des Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete und damit etwas mehr als 30% für die Warmmiete aus (der wohl relevantere Posten). In Berlin liegt der Satz in etwa auf gleichem Niveau und es ist davon auszugehen, dass viele über und viele unter diesem Mittelwert liegen &#8211; nicht nur in Abhängigkeit vom Einkommen, sondern auch vom Unterzeichnungsdatum des Mietvertrags (s.o.).</p>
<h4>Nun also zwei Vorschläge, die besser sind als Enteignungen wie derzeit debattiert:</h4>
<ul>
<li>Wie wäre es, wenn wir auch in Deutschland versuchen, mehr aus dem eigenen Kapital zu machen und es global anlegen. Dazu kann gerne auch gehören, bei Vonovia und Deutsche Wohnen als Aktionär einzusteigen, auf der Hauptversammlung aufzutreten und da dann gemeinsam als Aktionäre eine (Selbst-)Enteignung (in dem Fall im Form eines günstigen Verkaufs) und/oder einen Mietendeckel durchzusetzen. Das lässt der Kapitalismus zu und bei dem hohen Streubesitz der beiden börsennotierten Gesellschaften ist das machbar. Und irgendwie doch viel schöner als mit Gewalt zu enteignen. Also: Statt &#8222;Deutsche Wohnen &amp; Co&#8220; enteignen, &#8222;Deutsche Wohnen &amp; Co kaufen&#8220;!</li>
<li>Wie wäre es, wenn das Kaufen einer Immobilie in Deutschland einfacher und billiger wird? Denn die hohen Mieten sind vor allem für eine Bevölkerungsgruppe ein Problem: die Mieter. Und davon gibt es in Deutschland viele. Die Wohneigentumsquote ist im internationalen Vergleich mit knapp unter 50% niedrig &#8211; laut Bundesbank am zweitniedrigsten in der OECD. Die <a href="https://www.lbs-markt-fuer-wohnimmobilien.de/inhalt/bestandszahlen/wohneigentumsquoten-in-deutschland-wohneigentumsquoten-in-europa/" target="_blank" rel="noopener">LBS hat eine schöne Übersicht</a>, aus der hervorgeht, dass z.B. Ungarn (89%), Italien und Norwegen (je 77%), Schweden (61%) und viele andere Länder deutlich vorne liegen. In Berlin liegt die Quote laut der Statistik übrigens bei nur 17%. Die Kaufnebenkosten für Makler, Grunderwerbssteuer, Notar liegen in Deutschland schnell bei 10% und mehr. Deshalb ist es in Deutschland nicht nur relativ unüblich, überhaupt eine Immobilie zu kaufen, sondern wenn, dann wird diese selten verkauft, um dann der neuen Arbeits- oder Familiensituation gemäß eine passendere (kleiner, Grüße, bessere Lage) zu kaufen. In Nordeuropa hingegen sind die Nebenkosten niedrig (nur nebenbei: selbst die günstigen Festpreismakler bieten einen besseren Service, vor allem online, als viele teure hierzulande), der Handel ist einfach und es ist keine Seltenheit, zum Berufsstart die erste Immobile zu kaufen und mit Ende 40 schon in der dritten selbstgenutzten Immobilie zu wohnen. Keine Frage: auch das kostet, aber die Nebenkosten sind niedriger und &#8211; Stichwort Zwangssparen (wer <a href="https://www.amazon.de/werden-Sie-reich-wie-Norwegen/dp/3593512610/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&amp;dchild=1&amp;keywords=bomsdorf&amp;qid=1618678214&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noopener">mein Buch</a> gelesen hat, weiß, dass der Kauf dadurch finanziell die bessere Option sein kann als die Miete) &#8211; es wird Kapital aufgebaut. <a href="https://www.reichwie.de/blog/2018/07/06/kaufen-oder-mieten-boerse-oder-baracke/" target="_blank" rel="noopener">Hier ein kleiner Einblick in Kaufen oder Mieten.</a></li>
</ul>
<p>Was man der Initiative wie auch dem Berliner Mienendeckel-Versuch lassen muss: Sie schaffen es, ein wichtiges Thema &#8211; bezahlbaren Wohnraum &#8211; auf die Agenda zu setzen.</p>
<h4>Die SPD und die Kunst nicht vergessen</h4>
<p>Was das ganze mit Klaus Staeck zu tun hat? Eines von dessen wohl bekanntesten Plakaten trägt den Titel &#8222;<a href="https://www.edition-staeck.de/produkt/klaus-staeck-deutsche-arbeiter/" target="_blank" rel="noopener">Deutsche Arbeiter! Die SPD will Euch Eure Villen im Tessin wegnehmen</a>&#8222;. Überspitzt und ironisch wie der Künstler und langjährige SPD-Förder ist, hat er schon vor Jahrzehnten darauf hingewiesen, dass mit Neid und/auf Immobilien leicht Stimmung zu machen ist.</p>
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		<title>Lesetipp: Reichtum in Die Zeit Magazin</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2018/05/03/lesetipp-reichtum-in-die-zeit-magazin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2018 09:47:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Spinrath]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Görner]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Friedrichs]]></category>
		<category><![CDATA[NBIM]]></category>
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					<description><![CDATA[Egal, ob von Reichtum oder Armut gesprochen wird, es geht nicht immer ohne Klischee. &#8222;Wenn Sie 250 Millionen Euro haben, dann schmeißen Sie das Geld zum Fenster raus, und es kommt zur Tür wieder rein&#8220;, steht auf dem Titel des aktuellen Zeit-Magazins. Gesagt hat diesen Satz der Bauunternehmer Christoph Gröner. Von daher völlig in Ordnung, &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2018/05/03/lesetipp-reichtum-in-die-zeit-magazin/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Egal, ob von Reichtum oder Armut gesprochen wird, es geht nicht immer ohne Klischee. &#8222;Wenn Sie 250 Millionen Euro haben, dann schmeißen Sie das Geld zum Fenster raus, und es kommt zur Tür wieder rein&#8220;, steht auf dem Titel des aktuellen Zeit-Magazins. Gesagt hat diesen Satz der <a href="https://www.cg-gruppe.de/Unternehmen/Ueber-uns" target="_blank" rel="noopener">Bauunternehmer Christoph Gröner</a>. Von daher völlig in Ordnung, es auf die Titelseite zu schreiben, um den <a href="https://www.zeit.de/zeit-magazin/2018/19/christoph-groener-bauunternehmer-mietwohnungen-reichtum" target="_blank" rel="noopener">entsprechenden Artikel</a> anzukündigen.</p>
<p>Gröner war so nett und mutig, sich mehrere Monate immer wieder von den Journalisten Julia Friedrichs und Andreas Spinrath begleiten zu lassen.  Das ist nicht selbstverständlich für einen Mann, der in der Immobilienbranche ein dreistelliges Millionenvermögen verdient hat. Schließlich ist Reichtum oft verpönt und angesichts steigender Mieten und zunehmender Wohnungsnot werden Leute wir Gröner oft als die Bösen wahrgenommen.</p>
<p>Gröner reflektiert, sagt, er wolle reale Werte schaffen, nicht mit Baugrund spekulieren. Kurz, er kommt ganz sympathisch rüber in dem Text.</p>
<div class="embed-container"><iframe title="Drei Wetter Taft Werbung 1994" width="555" height="416" src="https://www.youtube.com/embed/M3cytC5i9k4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&#8222;Am Privatterminal des Düsseldorfer Flughafens wartet der Pilot und Christoph Gröner fährt im Shuttle vor.&#8220; ; &#8222;Christoph Gröner ist bei einem wichtigen Termin in Cannes. Seit stunden prasselt der Frühlingsregen auf die Palmen am Jachthafen ein.&#8220; Gröner jettet durch Deutschland und Europa als sei er der neue Star der wiederaufgelegten &#8222;Drei Wetter Taft&#8220;-Reklame aus den 1990ern und Friedrichs und Spinrath die Drehbuchschreiber (von daher wird es spannend zu sehen, was die beiden für die filmische Umsetzung für den WDR gemacht haben).</p>
<h4>Friedrich Merz und Blackrock machen sich zum Buhmann</h4>
<p>Auf die Schnelle gibt der Artikel einen kleinen Einblick in die Welt der Superreichen und der Immobilienbranche. Dazu gehört auch zu lesen, wie manche Mächtige meinen, die Presse gängeln zu können: Friedrich Merz, Ex-Politiker und jetzt Aufsichtsratschef der Kapitalanlagegesellschaft Blackrock Deutschland (groß mit ETFs) hat einem Interview zunächst zugesagt, dann aber wieder abgesagt. Das ist nicht unüblich, Blackrock jedoch, so die Autoren, habe ihnen geschrieben, dass man davon ausginge, &#8222;dass über diese Absage nicht berichtet werde.&#8220; Hat da einer Angst als im Vergleich zu Gröner feige dazustehen und/oder etwas zu verbergen zu haben? Ein lesenswerter Text also, auch wegen solcher Passagen.</p>
<p>Weil die Autoren nach einem schwarzen Fleck suchen (der so konkret bei Gröner zumindest nicht gefunden wird, eher bei der Reichtumsverteilung und -nutzung im Ganzen), seien auch kleine Schwächen des Artikels erwähnt.</p>
<h4>Neun Prozent seit Jahresanfang &#8211; fehlt da nicht ein wenig Information?</h4>
<div id="attachment_345" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-345" class="size-medium wp-image-345" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/05/DEberlinFotoBomsdorf2-225x300.jpg" alt="Wohnhaus in Berlin (Foto: Bomsdorf)." width="225" height="300" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/05/DEberlinFotoBomsdorf2-225x300.jpg 225w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/05/DEberlinFotoBomsdorf2.jpg 634w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><p id="caption-attachment-345" class="wp-caption-text">Wohnhaus in Berlin (Foto: Bomsdorf).</p></div>
<p>Einmal sagt der Vermögensverwalter Christian von Bechtholsheim, dass die Performance sehr zufriedenstellend sei, gut neun Prozent Zuwachs seit Jahresanfang. Zum einen ist Zuwachs ein etwas verwirrender Begriff, könnte damit hier natürlich auch der Zufluss in einen Fonds gemeint sein. Vermutlich aber geht es um die Rendite.</p>
<p>Neun Prozent schön, aber in welchem Zeitraum? Wann hat von Bechtholsheim das gesagt? Im Herbst 2017 oder am Jahresende (denn die Autoren recherchierten viel im vergangenen Jahr) oder im März 2018? Das macht einen ziemlichen Unterschied. Denn im vergangenen Jahr ging es zum Beispiel an den Börsen dieser Welt ziemlich gut, in den ersten Monaten des Jahres 2018 aber erheblich schwächer.</p>
<h4>Besser oder schlechter als der Ölfonds?</h4>
<p>So erzielte der norwegische Ölfonds von Anfang Januar bis Ende September 2017 eine Rendite von 9,8 % und damit mehr als die zitierten 9 %,<a href="http://www.reichwie.de/2018/02/27/erfolgreiche-geldanlage-oelfonds-schlaegt-dax-2017-und-seit-1998/" target="_blank" rel="noopener"> im gesamten Jahr 2017 waren es sogar 13,7 %</a>. Der große Kapitalist von Bechtholsheim ist, wenn es um diese Zeiträume geht, also gar nicht so außergewöhnlich. Für die ersten drei Monate 2018 gab es bei den Norwegern hingegen <a href="http://www.reichwie.de/2018/05/01/oelfonds-startet-2018-mit-leichtem-minus-aber-was-bei-der-geldanlage-zaehlt-ist-das-langzeitergebnis/" target="_blank" rel="noopener">ein kleines Minus</a>. Hier den zeitlichen Bezug nicht reinzunehmen, ist im Grunde alles andere als eine kleine Schwäche, denn so kann niemand abschätzen, wie erfolgreich von Bechtholsheim in Relation zu anderen Fonds, der eigenen Performance etc. war. Lediglich, wer sein Geld auf dem Konto schlummern lässt, weiß, dass 9 % viel mehr sind, als er erreicht. Vielleicht gehören die Autoren wie die Mehrheit der Leser ja zu dieser sehr passiven Gruppe.</p>
<h4>Klischeealarm: Schweigen wirklich alle Großinvestoren?</h4>
<p>Zweite Schwäche: Ganz am Ende werden die großen Vermögensverwalter wie Staatsfonds und dergleichen als die großen Immobilieninvestoren in Deutschland genannt und recht deutlich als die Üblen und Intransparenten dargestellt. &#8222;Mit Geldströmen lässt sich schwer diskutieren, sie lassen sich nicht wie Menschen befragen und begleiten&#8220;, so das Fazit. Also sind es doch Intransparenz und geheime Machenschaften, die den globalen Kapitalismus dominieren &#8211; so klingt es an. Doch hinter jedem Geldstrom stehen Menschen, warum das unerwähnt lassen? Soll sich doch keiner der Großinvestoren darauf berufen können, er sein nur ein Geldstrom. Mit Reichtum kann man nicht sprechen, mit Menschen schon oder es zumindest versuchen (wie bei Merz von Blackrock). Der hier erwähnte norwegische Ölfonds jedenfalls ist Interviewanfragen durchaus aufgeschlossen, man muss es halt versuchen. Über die Jahre habe ich beide Chefs des Fonds und weitere Mitarbeiter zum Interview getroffen und auch die Pressestelle antwortet stets schnell (wenn auch nicht immer so detailliert, wie man es als Journalist immer gerne hätte). Jeden Staatsfonds aus Prinzip zum bösen schweigenden Kapitalisten auszurufen ist zu viel des Klischees.</p>
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