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	<title>Immobilien Archive - Reich wie Norwegen</title>
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	<description>Der genial einfache Vermögensratgeber</description>
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	<title>Immobilien Archive - Reich wie Norwegen</title>
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		<title>Deutsche Wohnen enteignen = Rentner enteignen oder: Klaus Staeck 2021</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2021/04/23/deutsche-wohnen-enteignen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Apr 2021 19:20:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[Enteignung]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilien]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Staeck]]></category>
		<category><![CDATA[Mietendeckel]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie Berlin dem Mietenwahnsinn ein Ende bereitet? Für immer? Ganz einfach: &#8222;Deutsche Wohnen &#38; Co enteignen&#8220;. Das meint jedenfalls die gleichnamige Initiative. So traurig es ist, dass Berlin haufenweise Wohnungen in kommunalem Besitz verkauft hat und so wichtig bezahlbarer Wohnraum ist, so fraglich ist doch, diese einmal verkauften (oder auch andere) Wohnungen nun mittels Deutsche &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2021/04/23/deutsche-wohnen-enteignen/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1037" style="width: 296px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1037" class="size-medium wp-image-1037" src="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/DeutscheWohnenAktionaersstruktur2021-296x300.png" alt="Wer mit Deutsche Wohnen enteignet würde." width="296" height="300" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/DeutscheWohnenAktionaersstruktur2021-296x300.png 296w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/DeutscheWohnenAktionaersstruktur2021-768x778.png 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/DeutscheWohnenAktionaersstruktur2021-555x562.png 555w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/DeutscheWohnenAktionaersstruktur2021.png 904w" sizes="(max-width: 296px) 100vw, 296px" /><p id="caption-attachment-1037" class="wp-caption-text">Gewöhnliche norwegische Bürger haben große Anteile an Deutsche Wohnen (Screenshot: Deutsche Wohnen).</p></div>
<p>Wie Berlin dem Mietenwahnsinn ein Ende bereitet? Für immer? Ganz einfach: <a href="https://www.dwenteignen.de" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Deutsche Wohnen &amp; Co enteignen&#8220;</a>. Das meint jedenfalls die gleichnamige Initiative. So traurig es ist, dass Berlin haufenweise Wohnungen in kommunalem Besitz verkauft hat und so wichtig bezahlbarer Wohnraum ist, so fraglich ist doch, diese einmal verkauften (oder auch andere) Wohnungen nun mittels Deutsche Wohnen enteignen  (und &#8211; immerhin &#8211; entschädigen) zurückholen zu wollen.</p>
<p>Es gibt viele Gründe, die in der Debatte bedacht werden sollten und die durchaus dagegen sprechen &#8211; z.B.:</p>
<ul>
<li>das Prinzip, Eigentum nicht einfach so anzutasten.<br />
Oder auch die möglichen Antworten auf die Fragen:</li>
<li>wer soll die Entschädigung bezahlen? (vermutlich alle &#8211; Steuerzahler) und</li>
<li>wer soll dann davon profitieren? (einige wenige &#8211; die, die in den Wohnungen leben).</li>
</ul>
<p>Heute aber ein kleiner Blick darauf, wer denn da enteignet werden soll. Denn  &#8222;Deutsche Wohnen &amp; Co&#8220; &#8211; und hier ersetzen wir mal das &#8222;Co.&#8220; durch  &#8222;Vonovia&#8220; &#8211; sind ja nicht Unternehmen, die niemandem gehören oder einem ominösem Großkapital, dem man ruhig Schaden zufügen darf und dem es auch nicht wehtut &#8211; ein Eindruck, der erschreckenderweise aber immer mal wieder erweckt wird und in den Bereich der antikapitalistischen Verschwörungserzählungen gehört.</p>
<h4>Fasst die Renten nicht an</h4>
<div id="attachment_1036" style="width: 280px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1036" class="size-medium wp-image-1036" src="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415-280x300.png" alt="Wer mit Vonovia enteignet würde." width="280" height="300" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415-280x300.png 280w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415-955x1024.png 955w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415-768x823.png 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415-555x595.png 555w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415.png 1026w" sizes="(max-width: 280px) 100vw, 280px" /><p id="caption-attachment-1036" class="wp-caption-text">Die größten Aktionäre von Vonovia sind letztlich ganz gewöhnliche norwegische Bürger (Screenshot: Vonovia).</p></div>
<p>Großaktionär sowohl bei <a href="https://investoren.vonovia.de/informationen-zur-aktie/aktionarsstruktur/" target="_blank" rel="noopener">Vonovia</a> als auch bei <a href="https://ir.deutsche-wohnen.com/websites/dewohnen/German/1400/aktionaersstruktur.html" target="_blank" rel="noopener">Deutsche Wohnen</a> ist der norwegische Ölfonds. Dessen Finanzanlagen sind langfristig und letztlich vor allem dafür gedacht, zukünftige Pensionszahlungen an norwegische Rentner zu finanzieren. Der norwegische Staat ist so weise, das Geld seiner Bürger langfristig und renditenstark anzulegen. Die deutschen Wohnungsbauunternehmen zu (teil)enteignen, hieße, den künftigen norwegischen Rentnern einen Teil ihrer Pensionen wegzunehmen. Wollt ihr das, Initiative dwenteignen? Und im Übrigen auch anderen Kleinanlegern, denn hinter Blackrock &#8211; die durchaus kritisch gesehen werden darf &#8211; stehen teilweise auch Privatanleger, die versuchen, ihre dürftigen gesetzlichen Renten kapitalgedeckt zu steigern.</p>
<p>Bevor es zwei Vorschläge zur Güte gibt, noch ein kleiner Blick auf Zahlen.</p>
<p>Bezahlbarer Wohnraum ist unglaublich wichtig &#8211; und viele in Berlin (wo die Enteignungs-Initiative läuft), haben den auch. Nämlich vor allem jene, die alte Mietverträge haben. Die Neuhinzugezogenen der letzten Jahre oder jene, die umgezogen sind, aber zahlen tüchtig. Bei vielen von jenen, die nicht das Glück haben, einen alten Mietvertrag oder ein ziemlich sattes Gehalt zu haben, dürfte die Miete bei den monatlichen Ausgaben der größte Posten sein. <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Wohnen/Tabellen/mietbelastungsquote.html;jsessionid=42C4067864E273557EF5ED61145D407F.live742" target="_blank" rel="noopener">Laut Statistischem Bundesamt</a> gibt der durchschnittliche deutsche Haushalt 27% des Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete und damit etwas mehr als 30% für die Warmmiete aus (der wohl relevantere Posten). In Berlin liegt der Satz in etwa auf gleichem Niveau und es ist davon auszugehen, dass viele über und viele unter diesem Mittelwert liegen &#8211; nicht nur in Abhängigkeit vom Einkommen, sondern auch vom Unterzeichnungsdatum des Mietvertrags (s.o.).</p>
<h4>Nun also zwei Vorschläge, die besser sind als Enteignungen wie derzeit debattiert:</h4>
<ul>
<li>Wie wäre es, wenn wir auch in Deutschland versuchen, mehr aus dem eigenen Kapital zu machen und es global anlegen. Dazu kann gerne auch gehören, bei Vonovia und Deutsche Wohnen als Aktionär einzusteigen, auf der Hauptversammlung aufzutreten und da dann gemeinsam als Aktionäre eine (Selbst-)Enteignung (in dem Fall im Form eines günstigen Verkaufs) und/oder einen Mietendeckel durchzusetzen. Das lässt der Kapitalismus zu und bei dem hohen Streubesitz der beiden börsennotierten Gesellschaften ist das machbar. Und irgendwie doch viel schöner als mit Gewalt zu enteignen. Also: Statt &#8222;Deutsche Wohnen &amp; Co&#8220; enteignen, &#8222;Deutsche Wohnen &amp; Co kaufen&#8220;!</li>
<li>Wie wäre es, wenn das Kaufen einer Immobilie in Deutschland einfacher und billiger wird? Denn die hohen Mieten sind vor allem für eine Bevölkerungsgruppe ein Problem: die Mieter. Und davon gibt es in Deutschland viele. Die Wohneigentumsquote ist im internationalen Vergleich mit knapp unter 50% niedrig &#8211; laut Bundesbank am zweitniedrigsten in der OECD. Die <a href="https://www.lbs-markt-fuer-wohnimmobilien.de/inhalt/bestandszahlen/wohneigentumsquoten-in-deutschland-wohneigentumsquoten-in-europa/" target="_blank" rel="noopener">LBS hat eine schöne Übersicht</a>, aus der hervorgeht, dass z.B. Ungarn (89%), Italien und Norwegen (je 77%), Schweden (61%) und viele andere Länder deutlich vorne liegen. In Berlin liegt die Quote laut der Statistik übrigens bei nur 17%. Die Kaufnebenkosten für Makler, Grunderwerbssteuer, Notar liegen in Deutschland schnell bei 10% und mehr. Deshalb ist es in Deutschland nicht nur relativ unüblich, überhaupt eine Immobilie zu kaufen, sondern wenn, dann wird diese selten verkauft, um dann der neuen Arbeits- oder Familiensituation gemäß eine passendere (kleiner, Grüße, bessere Lage) zu kaufen. In Nordeuropa hingegen sind die Nebenkosten niedrig (nur nebenbei: selbst die günstigen Festpreismakler bieten einen besseren Service, vor allem online, als viele teure hierzulande), der Handel ist einfach und es ist keine Seltenheit, zum Berufsstart die erste Immobile zu kaufen und mit Ende 40 schon in der dritten selbstgenutzten Immobilie zu wohnen. Keine Frage: auch das kostet, aber die Nebenkosten sind niedriger und &#8211; Stichwort Zwangssparen (wer <a href="https://www.amazon.de/werden-Sie-reich-wie-Norwegen/dp/3593512610/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&amp;dchild=1&amp;keywords=bomsdorf&amp;qid=1618678214&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noopener">mein Buch</a> gelesen hat, weiß, dass der Kauf dadurch finanziell die bessere Option sein kann als die Miete) &#8211; es wird Kapital aufgebaut. <a href="https://www.reichwie.de/blog/2018/07/06/kaufen-oder-mieten-boerse-oder-baracke/" target="_blank" rel="noopener">Hier ein kleiner Einblick in Kaufen oder Mieten.</a></li>
</ul>
<p>Was man der Initiative wie auch dem Berliner Mienendeckel-Versuch lassen muss: Sie schaffen es, ein wichtiges Thema &#8211; bezahlbaren Wohnraum &#8211; auf die Agenda zu setzen.</p>
<h4>Die SPD und die Kunst nicht vergessen</h4>
<p>Was das ganze mit Klaus Staeck zu tun hat? Eines von dessen wohl bekanntesten Plakaten trägt den Titel &#8222;<a href="https://www.edition-staeck.de/produkt/klaus-staeck-deutsche-arbeiter/" target="_blank" rel="noopener">Deutsche Arbeiter! Die SPD will Euch Eure Villen im Tessin wegnehmen</a>&#8222;. Überspitzt und ironisch wie der Künstler und langjährige SPD-Förder ist, hat er schon vor Jahrzehnten darauf hingewiesen, dass mit Neid und/auf Immobilien leicht Stimmung zu machen ist.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wohl dem, der eine gute finanzielle Vorsorge besitzt</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2020/05/12/gute-finanzielle-vorsorge/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2020 15:47:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der revidierte norwegische Haushalt 2020 liegt vor und damit die genaue Summe, die der Staat dieses Jahr aus dem Ölfonds entnehmen möchte. Der Spiegel schreibt im Nachrichtentext dazu schon im Vorspann: &#8222;Wohl dem, der einen billionenschweren Staatsfonds besitzt&#8220;. Norwegen muss sich nämlich nicht stärker verschulden, um die enormen Sonderausgaben wegen der Corona-Krise zu stemmen. Das &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2020/05/12/gute-finanzielle-vorsorge/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="https://www.regjeringen.no/no/dokument/statsbudsjettet/statsbudsjettet-2020/revidert-nasjonalbudsjett-2020/id2700940/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">revidierte norwegische Haushalt 2020 liegt vor</a> und damit die genaue Summe, die der Staat dieses Jahr aus dem Ölfonds entnehmen möchte. <a href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/corona-krise-norwegen-zieht-38-milliarden-euro-aus-staatsfonds-ab-a-bf6064b3-8734-46a8-9f37-c40ee5eb406a" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Spiegel schreibt im Nachrichtentext dazu</a> schon im Vorspann: &#8222;Wohl dem, der einen billionenschweren Staatsfonds besitzt&#8220;. Norwegen muss sich nämlich nicht stärker verschulden, um die enormen Sonderausgaben wegen der Corona-Krise zu stemmen. Das Land kann auf Erspartes zurückgreifen, denn es hat eine gute finanzielle Vorsorge.</p>
<p>Wieder einmal gilt: Wenn Sie ähnlich dastehen, ist das gut für Sie.</p>
<div id="attachment_851" style="width: 262px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-851" class="size-medium wp-image-851" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/NorwHaushalt2020rev-2-262x300.png" alt="Revidiertes norwegisches Nationalbudget 2020. (Screenshot: Norw. Finanzministerium)" width="262" height="300" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/NorwHaushalt2020rev-2-262x300.png 262w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/NorwHaushalt2020rev-2-894x1024.png 894w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/NorwHaushalt2020rev-2-768x880.png 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/NorwHaushalt2020rev-2.png 1142w" sizes="(max-width: 262px) 100vw, 262px" /><p id="caption-attachment-851" class="wp-caption-text">Revidiertes norwegisches Nationalbudget 2020. (Screenshot: Norw. Finanzministerium)</p></div>
<p>Wer Geld in sehr liquide Anlagen wie international gehandelte Aktien oder Anleihen investiert, kann sehr schnell reagieren, wenn an anderer Stelle mal mehr Geld benötigt wird. Ein enormer Vorteil. Den bietet ein nach norwegischem Vorbild aufgebauter Zukunftsfonds auch Privatanlegern. Immobilieninvestments beispielsweise sind da viel inflexibler.  (Norwegen investiert ebenfalls in Immobilien, aber einen sehr viel kleineren Teil als es bei Haushalten der Fall ist, die ein oder mehrere Wohnungen besitzen).</p>
<h4>Entnahmen aus dem Ölfonds?</h4>
<p>Wer sich noch nicht ausführlich mit dem Ölfonds beschäftigt (und zum Beispiel mein Buch noch nicht gelesen hat <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ), mag sich wundern: Entnahmen aus dem Ölfonds?</p>
<p>Deshalb ein wenig Hintergrund: Norwegen fördert seit 1971 Öl und investiert die Gewinne aus dem Rohstoffgeschäft seit 1996 weltweit, seit 1998 auch in Aktien. Die ausgeschütteten Gewinne der staatlichen Anteile am Ölriesen Equinor (ehemals bekannt als Statoil), Steuern auf das Geschäft mit dem schwarzen Gold und Zahlungen aus staatlichen Direktbeteiligungen an Ölfeldern fließen allesamt in den norwegischen Ölfonds. Offiziell heißt der »Statens Pensjonsfonds Utland«, also »Staatlicher Pensionsfonds Ausland«. Mit dem soll dafür gesorgt werden, dass die heimische Wirtschaft nicht überhitzt und auch zukünftige Generationen etwas vom norwegischen Wohlstand haben. Wie der Name schon sag<a href="https://www.reichwie.de/blog/2018/09/26/was-bei-einem-crash-zu-tun-ist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">t, ist gute finanzielle Vorsorge das Ziel</a>. So weit, so gut.</p>
<h4>Lex Stoltenberg</h4>
<p>Laufende Zuschüsse zum Haushalt sind aber erlaubt, ja sogar vorgesehen. Schließlich sind es Staatseinnahmen und ein bisschen davon soll aktuell verwendet werden können. Üblicherweise übersteigen die jährlichen Zuflüsse die Entnahmen. Laut der von Jens Stoltenberg &#8211; früher norwegischer Finanzminister und dann Regierungschef, jetzt NATO-Generalsekretär &#8211; etablierten &#8222;handlingsregel&#8220; (Handlungsregel) sollen diese aktuell 3% des Fondsvolumens nicht überschreiten, in der Regel.</p>
<p>Jetzt sind es also 4,2% gemessen am Volumen zu Beginn des Jahres. Vergangenes Jahr waren es eben jene 3,0% &#8211; siehe die Grafik für die zwei Zahlen weiter oben im Text (hier mal auf Norwegisch, <a href="https://www.regjeringen.no/en/aktuelt/key-figures-in-the-revised-national-budget-2020/id2701786/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ausführlich auf Englisch hier</a>).</p>
<p>Angesichts der hohen staatlichen Ausgaben in vielen Ländern, lohnt es sich, nochmal John Maynard Keynes zu lesen. Gerne auch in zusammengefasster Form,<a href="https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/keynes-fuer-anfaenger-ein-crashkurs-1590559.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> zum Beispiel in diesem FAZ-Text aus Zeiten der Finanzkrise vor über 10 Jahren</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Ich bin nicht allein (mit meinen Norwegen-Ölfonds-Ideen)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jun 2018 13:05:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Capital]]></category>
		<category><![CDATA[Elroy Dimson]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilien]]></category>
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					<description><![CDATA[Binnen wenigen Minuten wiesen mich heute zwei Freunde auf ein Interview im Wirtschaftsmagazin Capital hin (beides mal übrigens über Blendle). Es ging wie so häufig um Norwegen und seinen Ölfonds. Im Interview mit Christian Kirchner (online steht eine kurze Zusammenfassung) spricht der anerkannte britische Akademiker Elroy Dimson über das Verhalten von Privatanlegern. Ganz zentral ist &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2018/06/28/ich-bin-nicht-allein-mit-meinen-norwegen-oelfonds-ideen/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_420" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-420" class="size-medium wp-image-420" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/06/OsloParadisbuktFotoBomsdorf201804-300x167.jpg" alt="Egal ob allein, zu zweit oder zu vielen, in Oslos Paradiesbucht ist es immer schön (Wassertemperatur auf diesem Bild: geschätzte 2 Grad Celsius; Foto: Bomsdorf)." width="300" height="167" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/06/OsloParadisbuktFotoBomsdorf201804-300x167.jpg 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/06/OsloParadisbuktFotoBomsdorf201804-768x428.jpg 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/06/OsloParadisbuktFotoBomsdorf201804-1024x571.jpg 1024w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/06/OsloParadisbuktFotoBomsdorf201804.jpg 1242w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-420" class="wp-caption-text">Egal ob allein, zu zweit oder zu vielen, in Oslos Paradiesbucht ist es immer schön (Wassertemperatur auf diesem Bild: geschätzte 2 Grad Celsius; Foto: Bomsdorf).</p></div>
<p>Binnen wenigen Minuten wiesen mich heute zwei Freunde auf ein Interview im Wirtschaftsmagazin Capital hin (beides mal übrigens über Blendle). Es ging wie so häufig um Norwegen und seinen Ölfonds. Im Interview mit Christian Kirchner (<a href="https://www.capital.de/geld-versicherungen/warum-aktien-besser-sind-als-immobilien" target="_blank" rel="noopener">online steht eine kurze Zusammenfassung</a>) spricht der anerkannte britische Akademiker Elroy Dimson über das Verhalten von Privatanlegern. Ganz zentral ist seine Erklärung, warum diese gut daran täten, sich am norwegischen Ölfonds zu orientieren.</p>
<p>Das zu lesen, hat mich natürlich sehr gefreut, zumal Dimson &#8211; der den Fonds über einige Jahre hinweg beraten hat &#8211; natürlich unabhängig von meinem Buch &#8222;So werden Sie reich wie Norwegen&#8220; (davon gehe ich jedenfalls aus <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ) diese Idee hatte. Wenn der Chair des &#8222;Centre for Endowment Asset Management at Cambridge Judge Business School&#8220; und &#8222;Emeritus Professor of Finance at London Business School&#8220; die gleichen Thesen vertritt, ist das doch interessant.</p>
<h4>Das sind Dimsons Hauptpunkte:</h4>
<ol>
<li>Jeder kann anlegen, wie ein Staatsfonds (so lautet denn auch die Überschrift des Interviews ),</li>
<li>weltweit waren historisch 5% reale Rendite pro Jahr bei Aktien drin,</li>
<li>Immobilien liegen deutlich darunter, Untersuchungen, die anderes besagen, vernachlässigen mit dem Investment verbundene Kosten,</li>
<li>Aktien bieten den Vorteil, dass das Risiko stark gestreut werden kann,</li>
<li>Hyperinflationen und Kriege sind noch im kollektiven Bewusstsein der Deutschen und haben diesen die Lust an Aktien vergällt,</li>
<li>das ist psychologisch verständlich, doch das Risiko lässt sich streuen &#8211; s.o. .</li>
<li>&#8230; Ich mag hier nicht das ganze Interview wiedergegeben, denn es ist wirklich wert, gelesen zu werden und natürlich ist es alleine die paar Euro wert, die Capital online oder gedruckt kostet.</li>
</ol>
<p>Übrigens erschien schon im Frühjahr bei Capital online ein Gastkommentar von mir in dem ich argumentiere, warum sich auch Privatanleger den Fonds zum Vorbild nehmen sollten. <a href="https://www.capital.de/geld-versicherungen/wer-klug-ist-investiert-wie-der-norwegische-oelfonds" target="_blank" rel="noopener">Nachzulesen hier</a> (es lohnt auch ein Blick auf meine <a href="http://www.reichwie.de/presse/" target="_blank" rel="noopener">Presse-Seite</a>).</p>
<p>Nicht, dass ich (dröge) Finanzwissenschaft und Liebeslyrik auch nur ansatzweise auf eine Stufe stellen mag, aber bei seinen Thesen nicht allein zu sein, ist ein schöner Anlass ein altes, schönes Lied zu hören: You&#8217;re not Alone.</p>
<div class="embed-container"><iframe loading="lazy" title="Olive - You&#039;re Not Alone (Video)" width="555" height="416" src="https://www.youtube.com/embed/s4oZdUV-G-Y?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
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		<title>50 % Rendite binnen 4 Jahren &#8211; Ölfonds verkauft Büroimmobilie in München</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2018/02/20/50-rendite-binnen-4-jahren-oelfonds-verkauft-bueroimmobilie-in-muenchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2018 16:08:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilien]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[NBIM]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[SZ Tower]]></category>
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					<description><![CDATA[Der norwegischen Ölfonds verkauft seinen 50 %-Anteil am Bürohaus der Süddeutschen Zeitung in München, SZ Tower. Erlös: 122 Millionen €. Nein, sogar 122,1 Millionen € wie es in der Pressemitteilung von heute, 20. Februar 2018, steht. Das ist viel Geld. Viel interessanter ist aber, was der Fonds wann für eben jene 50 % gezahlt hat. &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2018/02/20/50-rendite-binnen-4-jahren-oelfonds-verkauft-bueroimmobilie-in-muenchen/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-185 alignleft" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_3163-300x146.jpg" alt="" width="300" height="146" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_3163-300x146.jpg 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_3163-768x373.jpg 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_3163-1024x497.jpg 1024w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/02/IMG_3163.jpg 1073w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Der n<span style="font-size: 1rem;">orwegischen Ölfonds verkauft seinen 50 %-Anteil am Bürohaus der Süddeutschen Zeitung in München, SZ Tower.</span></p>
<p><strong>Erlös: 122 Millionen €.</strong></p>
<p>Nein, sogar 122,1 Millionen € wie es in der <a href="https://www.nbim.no/en/transparency/news-list/2018/fund-disposes-office-property-in-munich/" target="_blank" rel="noopener">Pressemitteilung von heute</a>, 20. Februar 2018, steht.</p>
<p>Das ist viel Geld.</p>
<p>Viel interessanter ist aber, was der Fonds wann für eben jene 50 % gezahlt hat.</p>
<p>Gekauft wurde die &#8222;halbe&#8220; Immobilie Ende 2013 für&#8230;.</p>
<p><strong>82 Millionen €.</strong> Das steht in <a href="https://www.nbim.no/en/transparency/news-list/2013/nbim-enters-munich-real-estate-market-with-sz-tower-acquisition/" target="_blank" rel="noopener">dieser Meldung vom 22. November 2013</a>.</p>
<p><strong>Rendite? 40 Millionen € oder grob gerechnet 50 %</strong> &#8211; binnen etwas mehr als 4 Jahren (exkl. evtl. weiterer Kosten oder Gewinne wie Instandhaltung, Mieteinnahmen). Das entspricht einer Jahresrendite von rund 10 % alleine durch Wertsteigerung. Ziemlich klug, diese Norweger.</p>
<p>Wie Privatanleger ähnlich klug investieren, wie der norwegische Ölfonds, erfahren sie <a href="http://www.reichwie.de/glueckliches_norwegen/">hier</a>.</p>
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