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	<title>Politik Archive - Reich wie Norwegen</title>
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	<description>Der genial einfache Vermögensratgeber</description>
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	<title>Politik Archive - Reich wie Norwegen</title>
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		<title>So geht es in Lommatzsch mit dem 2,7 Millionen-Euro-Erbe weiter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2025 16:37:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Satte 2,7 Millionen Euro hat die Kleinstadt Lommatzsch in Sachsen geerbt. Davon war im Dezember in Medien wie Spiegel, MDR, Sächsische und hier im Blog zu lesen. Kurz vor Weihnachten hatte ich mal ein wenig rumgerechnet, was denn für die Stadt und deren Bürger rauskommen kann, wenn das Geld wie beim norwegischen Ölfonds angelegt wird &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2025/02/25/so-geht-es-in-lommatzsch-mit-dem-27-millionen-euro-erbe-weiter/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1214" style="width: 270px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-scaled.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1214" class="wp-image-1214" src="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-135x300.jpeg" alt="FDP Parteichef Christian Lindner und die sächsische Parteivorsitzende Anita Maaß mit dem Buch &quot;So werden Sie reich wie Norwegen&quot;, Potsdam 9.2.25." width="270" height="599" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-135x300.jpeg 135w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-462x1024.jpeg 462w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-768x1704.jpeg 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-692x1536.jpeg 692w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-923x2048.jpeg 923w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-555x1231.jpeg 555w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-scaled.jpeg 1154w" sizes="(max-width: 270px) 100vw, 270px" /></a><p id="caption-attachment-1214" class="wp-caption-text">FDP Parteichef Christian Lindner und die sächsische Parteivorsitzende Anita Maaß mit dem Buch &#8222;So werden Sie reich wie Norwegen&#8220;, Potsdam 9.2.25.</p></div>
<p>Satte 2,7 Millionen Euro hat die Kleinstadt Lommatzsch in Sachsen geerbt. Davon war im Dezember in Medien wie Spiegel, MDR, Sächsische und hier im Blog zu lesen. Kurz vor Weihnachten <a href="https://www.reichwie.de/blog/2024/12/21/27-mio-euro-geerbt-was-nun-wie-lommatzsch-in-sachsen-mit-norwegischer-hilfe-wieder-terence-hills-schlagkraft-bekommt/" target="_blank" rel="noopener">hatte ich mal ein wenig rumgerechnet</a>, was denn für die Stadt und deren Bürger rauskommen kann, wenn das Geld wie beim norwegischen Ölfonds angelegt wird &#8211; Erträge von rund 160 000 € im Jahr wären möglich. Alles andere als wenig für einen Ort mit nicht einmal 5.000 Einwohnern.</p>
<p>Die Berechnungen hatten auch Bürgermeisterin Dr. Anita Maaß neugierig auf mein Buch &#8222;So werden Sie reich wie Norwegen&#8220; gemacht und so hielt ich am Mittwoch, 12. Februar, einen Kurzvortrag für die Stadt Lommatzsch. Würde die Stadt mit Startkapital 2,7 Mio. € die historischen Ölfondsrenditen erwirtschaften, müssten 6% (die historische Durchschnittsrendite des Fonds) entnommen werden, um sofort auf diesen Betrag zu kommen. Noch nachhaltiger wäre wie der Ölfonds jährlich nur 3% des Volumens auszuzahlen und zum Haushalt zu überweisen, dann würden bis Anfang der 2050er Jahre insgesamt mehr als 3 Mio. € ausgezahlt &#8211; mehr als das Startvolumen &#8211; und zugleich soviel durch über 3% liegende Jahresrendite angespart, dass das Fondsvolumen dann fast 7 Mio. € betragen würde! Ein guter Schnitt!</p>
<p>Verständlicherweise gibt es in der Politik auch Überlegungen, einen Teil des Geldes sofort zu nutzen &#8211; um Schulden abzubezahlen (prima Idee! denn das bringt Sicherheit und je nach Zins sogar höhere Rendite) und in sofortige Wünsche der Bürger zu investieren. Dann gilt obige Rechnung dennoch, nur halt anteilig.</p>
<p>Ein entsprechendes Signal kommt vom Stadtrat. Dazu Bürgermeisterin Maaß:</p>
<p>&#8222;Wir hatten am Mittwoch (12.2.) eine Klausur zum Haushalt. Die Stadträte haben sich darauf verständig, einen Teil des Geldes für den Neubau eines Sozialgebäudes für den LSV 1923 e.V. zu verwenden und die Ablösung des Kredites für das Schützenhaus in die mittelfristige Haushaltsplanung für das Jahr 2027 aufzunehmen. Das übrige Geld soll vorerst „aufgehoben“ werden. Über eine sichere und geeignete Anlagestrategie wird der Stadtrat noch weiter beraten und später entscheiden. Auch das Thema Geld in einer Stiftung für die Zukunft zu sichern, ist noch nicht vom Tisch.&#8220;</p>
<div id="attachment_1215" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LommatzschRendite.png"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1215" class="wp-image-1215 size-medium" src="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LommatzschRendite-300x225.png" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LommatzschRendite-300x225.png 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LommatzschRendite-768x576.png 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LommatzschRendite-555x416.png 555w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LommatzschRendite.png 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1215" class="wp-caption-text">So könnte die Ölfondsrendite zum Haushalt von Lommatzsch beitragen.</p></div>
<p>Bleibt festzuhalten: je mehr Geld langfristig investiert wird, desto weniger wird der Haushalt kurzfristig belastet und desto mehr langfristig entlastet. Desto weniger kann aber natürlich auch kurzfristig konsumiert werden und kurzfristiger Konsum hat ja auch sein Gutes. Jetzt gilt es kurzfristig Wünsche zu erfüllen ohne den Haushalt langfristig zu stark zu belasten. Das Erbe kann genau das möglich machen, trotzdem ist dieser Interessenausgleich politisch natürlich äußerst schwierig. Populistisch wäre (fast) alles jetzt auszugeben und nicht an morgen zu denken. Solide hingegen wäre das nicht. Nur an die Zukunft zu denken, nutzt im heute wenig. Die Ölfondsstrategie, jedes Jahr eine schöne Summe auszugeben, ohne den Grundstock des Vermögens anzufassen, bietet eine schöne Möglichkeit des (politischen) Ausgleichs.</p>
<p>Was uns zu Christian Lindner und der Aktienrente bringt. Maaß ist auch sächsische FDP-Vorsitzende und hat als solche ihrem Parteichef Lindner auf dem Parteitag am 9. Februar in Potsdam mein Buch in die Hand gedrückt. Lindner, Fan der Aktienrente, hat ja jetzt Zeit zu lesen. Diese Zeit würde ich auch führenden Vertretern von CDU/CSU, Grünen, SPD und Linken wünschen. Denn auch wenn die Linke Kapital(ismus) oft verteufelt, hat der Kapitalmarkt doch eigentlich für alle von FDP bis Linke große Reize. Warum? Das fass ich noch zusammen.</p>
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		<title>Utøya, 22. Juli &#8211; Weil Geld nicht alles ist</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2018/09/23/utoya-22-juli-weil-geld-nicht-alles-ist/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Sep 2018 15:55:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Stoltenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Du wirst es nie verstehen&#8220;, sagt die junge Kaya und schaut uns an. Diese Einstiegsszene des norwegischen Spielfilms über das Massaker auf der Insel Utøya am 22. Juli 2011 macht den Zuschauer sofort zum Teil des folgenden mörderischen Weltgeschehens. Seit ein paar Tagen zeigen die Kinos in Deutschland den Film. Es ist ein grausames Protokoll &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2018/09/23/utoya-22-juli-weil-geld-nicht-alles-ist/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp"></div>
<div class="embed-container"><iframe title="Utøya 22. Juli | Offizieller Trailer Deutsch HD | Jetzt im Kino" width="555" height="312" src="https://www.youtube.com/embed/SWwFFgGh6Uw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&#8222;Du wirst es nie verstehen&#8220;, sagt die junge Kaya und schaut uns an. Diese Einstiegsszene des norwegischen Spielfilms über das Massaker auf der Insel Utøya am 22. Juli 2011 macht den Zuschauer sofort zum Teil des folgenden mörderischen Weltgeschehens.</p>
<p>Seit ein paar Tagen zeigen die Kinos in Deutschland den Film. Es ist ein grausames Protokoll jener 72 Minuten während der der Rechtsradikale Anders Behring Breivik 69 zumeist Jugendliche ermordete (nachdem eine von ihm gezündete Bombe im Osloer Regierungsviertel schon zu 8 Toten geführt hatte).</p>
<p>Die Kamera begleitet die jungen Menschen. Anfangs ist sie dabei, als sie scherzend Weltpolitik diskutieren und dann, als sie panisch vor dem schwerbewaffneten Mörder fliehen.</p>
<p>Ein sehr sehenswerter Film, der das Grauen zumindest ansatzweise vermittelt und zeigt, was Behring Breivik mit seiner Tat den jungen Leuten genommen hat. Der Mörder ist nur ganz selten und dann nur von ganz weit weg zu sehen &#8211; schließlich haben ihn die meisten Gejagten wohl auch nicht zu Gesicht bekommen. Manko des Filmes ist jedoch, <span id="more-573"></span>auf die kruden, rassistischen Gedanken von Anders Behring Breivik nur kurz hinzuweisen. Sehenswert ist er dennoch.</p>
<h4>Mitfühlender Ministerpräsident</h4>
<p>Der 22. Juli 2011 war der wohl schwärzeste Tag in der norwegischen Nachkriegsgeschichte. Von Innen heraus war Norwegen attackiert worden. Und es stand zusammen, verteidigte von Innen heraus seine Freiheit und Würde &#8211; mit Trauermärschen und Gedenkveranstaltungen.</p>
<p>Ministerpräsident Jens Stoltenberg gelang es damals mit viel Mitgefühl, den richtigen Worten und Umarmungen, wenn Gesprochenes nicht mehr genug war, ein Zeichen zu setzen und endgültig zum Landesvater zu werden (<a href="https://www.focus.de/panorama/reportage/mit-vollem-risiko-zurueckschlagen-held-der-ruhigen-worte_aid_651151.html" target="_blank" rel="noopener">darüber habe ich damals u.a. aus Norwegen für Focus berichtet, der Text steht hier</a>; unten seine bewegende Trauerrede im Osloer Dom am 23. Juli 2011).</p>
<p>Norwegen mag schon damals das reichste Land der Welt gewesen sein, doch all das Geld hat am 22. Juli nicht geholfen. Das Mitgefühl, das Stoltenberg und so viele andere in den Tagen danach zeigten, schon. Den Angriff auf die Freiheit der Norweger machte es nicht ungeschehen, dessen Folgen konnte es wohl aber lindern.</p>
<div class="embed-container"><iframe loading="lazy" title="Subtitled speech by Prime Minister Jens Stoltenberg to the victims of the 2011 Norway attacks" width="555" height="312" src="https://www.youtube.com/embed/8oPbd9UvZuY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Ereignisse wie der 22. Juli und damit auch Filme wie Utøya erinnern stets daran, dass zum Reichtum einer Gesellschaft auch Werte gehören.</p>
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			</item>
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		<title>Darum fordert das ifo Institut &#8222;Vermögensaufbau nach skandinavischem Vorbild&#8220;</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2018/08/12/ifo-mahnt-vermoegensaufbau-nach-skandinavischem-vorbild-an/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Aug 2018 12:24:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Schimmelbusch]]></category>
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					<description><![CDATA[Nordeuropa wird in vielen Politikfeldern gerne als Vorbild genannt. Mal kommen die, die dazu aufrufen aus der linken Ecke, mal aus der rechten, mal aus der liberalen. Jetzt ist das Münchener ifo Institut dran (eher liberal).  „Notwendig wäre ein Vermögensaufbau nach skandinavischem Vorbild&#8220;, mahnt Andreas Peichl an. Er ist Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2018/08/12/ifo-mahnt-vermoegensaufbau-nach-skandinavischem-vorbild-an/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_514" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-514" class="wp-image-514 size-medium" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/SEstockholm201611SkeppsholmenKronaFotoBomsdorf-300x217.jpg" alt="Setzt Nordeuropa der Vermögensbildung die Krone auf? Ja, findet das ifo-Institu. (Foto: Bomsdorf)" width="300" height="217" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/SEstockholm201611SkeppsholmenKronaFotoBomsdorf-300x217.jpg 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/SEstockholm201611SkeppsholmenKronaFotoBomsdorf-768x557.jpg 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/SEstockholm201611SkeppsholmenKronaFotoBomsdorf-1024x742.jpg 1024w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/SEstockholm201611SkeppsholmenKronaFotoBomsdorf.jpg 1752w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-514" class="wp-caption-text">Setzt Nordeuropa der Vermögensbildung die Krone auf? Ja, findet das ifo-Institu. (Foto: Bomsdorf)</p></div>
<p>Nordeuropa wird in vielen Politikfeldern gerne als Vorbild genannt. Mal kommen die, die dazu aufrufen aus der linken Ecke, mal aus der rechten, mal aus der liberalen. Jetzt ist das Münchener ifo Institut dran (eher liberal).  „Notwendig wäre ein Vermögensaufbau nach skandinavischem Vorbild&#8220;, <a href="https://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/presse/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen-Archiv/2018/Q3/pm-20180808_sd15_peichl.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mahnt Andreas Peichl an. Er ist Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen</a>. Warum das Ganze? &#8222;Zur Bekämpfung von Ungleichheit&#8220;. &#8222;Einen Vermögensaufbau für die breite Masse zu erleichtern und die Sozialleistungen nicht schlagartig an bestimmten Einkommensgrenzen zu stoppen&#8220;, würde eben jener breiten Masse helfen, so Peichl.</p>
<div id="attachment_519" style="width: 199px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-519" class="size-medium wp-image-519" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/DEhochdeutschlandCoverClettKotta-199x300.jpg" alt="&quot;Hochdeutschland&quot; von Alexander Schimmelbusch. (Cover: Verlag)" width="199" height="300" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/DEhochdeutschlandCoverClettKotta-199x300.jpg 199w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/DEhochdeutschlandCoverClettKotta-680x1024.jpg 680w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/DEhochdeutschlandCoverClettKotta.jpg 740w" sizes="auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px" /><p id="caption-attachment-519" class="wp-caption-text">&#8222;Hochdeutschland&#8220; von Alexander Schimmelbusch. (Cover: Verlag)</p></div>
<p>Das klingt gut und wird auch durchaus von Linkeren vertreten. Ähnliches hatte die <a href="https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/spd-modell-der-deutschlandfonds-1.641929" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD mit dem Deutschlandfonds</a> schon einmal auf kollektiver Ebene vor. An den Vorbereitungen war der jetzige Finanzminister Olaf Scholz beteiligt und es passt auch in das von Andrea Nahles als Arbeits- und Sozialministerin eingebrachte Betriebsrentenstärkungsgesetz. Jetzt könnte die Zeit für ein Modell nach nordeuropäischem Vorbild reif sein. (Lesenswert in diesem Zusammenhang auch der Roman &#8222;Hochdeutschland&#8220; vom Ex-Banker Alexander Schimmelbusch, <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/hochdeutschland-von-alexander-schimmelbusch-populismus-satire-a-1199381.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier ein Text dazu bei Spiegel Online. Schimmelbusch fragte sich in einem Interview, warum Deutschland nicht einen Fonds wie Norwegen hat.</a>).</p>
<p>Wobei gesagt sei, dass es auch dort Unterschiede von Land zu Land gibt. Peichl spricht von Pflicht zu  eine privater, kapitalgedeckter Altersvorsorge, – &#8222;aber anders als bei Riester, wo nur die Versicherungen und die Vermittler davon profitieren.“ Der Pflichtgrad ist in Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden unterschiedlich hoch, selbst wenn mit einbezogen wird, was Sozialpartner unter sich aus machen und nicht nur darauf geschaut wird, was wirklich gesetzlich bindend ist. Das ändert nichts an der Qualität der Idee. Nicht umsonst stehen die Alterssicherungssysteme im Norden Europas ziemlich gut da.</p>
<p>Beispielhaft sei hier einmal das Ranking der Allianz genannt. Dort schneidet Norwegen am besten ab, Schweden und Dänemark aber auch besser als Deutschland, Finnland hingegen nicht und Island wurde nicht bewertet.</p>
<div id="attachment_513" style="width: 525px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/GlobalRetirementLandscapeAllianz.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-513" class="wp-image-513 size-large" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/GlobalRetirementLandscapeAllianz-1024x726.png" alt="So gut stehen die Pensionssysteme unterschiedliche Länder da. (Quelle: Allianz.com)" width="525" height="372" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/GlobalRetirementLandscapeAllianz-1024x726.png 1024w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/GlobalRetirementLandscapeAllianz-300x213.png 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/GlobalRetirementLandscapeAllianz-768x544.png 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/GlobalRetirementLandscapeAllianz.png 1614w" sizes="auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><p id="caption-attachment-513" class="wp-caption-text">So gut stehen die Pensionssysteme unterschiedliche Länder da. (Quelle: Allianz.com)</p></div>
<p>Nicht nur der norwegische Ölfonds könnte als Beispiel dienen, damit in Deutschland die <a href="http://www.reichwie.de/2018/07/28/sparen-fuers-auto-oder-fuers-alter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Absicherung im Alter</a> gestärkt und zugleich Arbeitnehmer mittels Vermögensaufbau an den steigenden Kapitalgewinnen beteiligt werden. Dazu eignen sich auch die Pensionssysteme Schwedens und Dänemarks, wo die Arbeitnehmer einen individuellen Anteil an &#8222;ihrem&#8220; Fonds haben (das Model gibt es in Norwegen übrigens zusätzlich).</p>
<p>Obwohl die SPD entsprechende Ideen auch schon diskutiert hat (s.o.), sieht es derzeit nicht danach aus, als würde der Deutschlandsfonds oder eine kapitalgedeckte Altersvorsorge nach nordeuropäischem Vorbild bald kommen.</p>
<p>Bis es soweit ist (und am besten auch darüber hinaus), bleibt jedem die Möglichkeit individuellen Vermögensaufbau zu betreiben, freiwillig zu sparen und zu investieren also. Dass würde Risiken stärker streuen und Beteiligung am Produktivkapital und den damit verbundenen Gewinnen aufbauen. Nebeneffekt: Investierer setzten sich mehr mit dem Auf und Ab der Wirtschaft sowie der Geschäftspolitik &#8222;ihrer&#8220; Unternehmen auseinander. Denn die Wirtschaft, das sind wir alle, nicht nur &#8222;die Großen&#8220; oder &#8222;die da oben&#8220;.</p>
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		<title>Verraten und verkauft – wenn die Politik Banker statt Aufpasser spielt</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2018/03/01/verraten-und-verkauft/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2018 15:42:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nun ist sie weg, die HSH Nordbank. Für eine Milliarde Euro. Doch der Preis sagt in diesem Fall wenig über das Investment. Hamburg und Schleswig-Holstein haben mit der öffentlichen Bank viel vor gehabt – und Schätzungen zu Folge insgesamt zwischen 11 und 14 Milliarden Euro verloren. Klingt schrecklich, ist es auch. Mindestens 14 mal hätte &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2018/03/01/verraten-und-verkauft/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist sie weg, die HSH Nordbank. Für eine Milliarde Euro. Doch der Preis sagt in diesem Fall wenig über das Investment. Hamburg und Schleswig-Holstein haben mit der öffentlichen Bank viel vor gehabt – und Schätzungen zu Folge insgesamt zwischen 11 und 14 Milliarden Euro verloren. Klingt schrecklich, ist es auch. Mindestens 14 mal hätte davon die Elbphilharmonie, das neue Wahrzeichen der Hansestadt Hamburg, bezahlt werden können (das übrigens auch schon viel teurer wurde als geplant). Doch die Politik versenkte das Geld.</p>
<div id="attachment_251" style="width: 340px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-251" class=" wp-image-251" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/03/DEelbphilharmonieBlick2016FotoBomsdorf-300x186.jpg" alt="Düsterer Blick von der Elbphilharmonie. (Foto: Bomsdorf)" width="340" height="211" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/03/DEelbphilharmonieBlick2016FotoBomsdorf-300x186.jpg 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/03/DEelbphilharmonieBlick2016FotoBomsdorf.jpg 708w" sizes="auto, (max-width: 340px) 100vw, 340px" /><p id="caption-attachment-251" class="wp-caption-text">Düsterer Blick von der Elbphilharmonie. (Foto: Bomsdorf)</p></div>
<p>Doch es geht noch schlimmer: „Mit dem Geld hätten wir auf einen Schlag alle Hamburger Schulen und Hochschulen komplett sanieren und auf den modernsten Stand bringen können. Oder wir hätten eine 35 Kilometer lange U-Bahn bauen können – einmal quer durch die Stadt“, zitiert Matthias Wyssuwa in der FAZ den Grünen Anjes Tjarks. Tja, warum haben sie es denn nicht getan? Die öffentliche Hand ist dazu da, den Finanzmarkt zu regulieren, damit es nicht wieder zu Exzessen und Finanzkrisen kommt, nicht aber, um zu versuchen mit dubiosen US-Immobiliengeschäften Milliarden zu verdienen (und mit zur Verfügungstellung des Geldes die Krise womöglich noch verstärkt zu haben).</p>
<p>Wer in Aktien investiert, sollte sich auch immer fragen, welche Rolle der Staat einnehmen soll. Denn ohne über die Funktionsweise des Marktes nachzudenken, sollte niemand sein Geld an der Börse investieren. Linke haben oft die Idee, dass der Staat als Unternehmer oder Banker besser wäre als der Kapitalist. Die Geschichte um die HSH Nordbank zeigt, dass Politiker auch viel finanziellen Unsinn anrichten können.</p>
<p>Anders als Kapitalisten zerstören sie dabei aber nicht Geld von denjenigen, die es Ihnen bewusst gegeben haben und wissen, dass sie ihr Kapital riskieren. Nein, Politiker bekommen über Steuern bestimmt nicht Geld, um damit Schiffe oder Immobilienprojekte in den USA zu finanzieren, sondern die Bürger wollen, dass das Geld ins Gemeinwesen investiert wird. Die Finanzwirtschaft (und nicht nur die) braucht einen starken Staat, einen der Regeln setzt und die Märkte beaufsichtigt, aber keinen, der mitspielen will &#8211; egal, ob damit Verluste oder Gewinne erwirtschaftet werden. Gleichwohl ist letzteres natürlich noch schlimmer. Denn es leidet die Allgemeinheit, die stattdessen bessere Schulen oder bessere Infrastruktur hätte bekommen können.</p>
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