<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>SPD Archive - Reich wie Norwegen</title>
	<atom:link href="https://www.reichwie.de/blog/tag/spd/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.reichwie.de/blog/tag/spd/</link>
	<description>Der genial einfache Vermögensratgeber</description>
	<lastBuildDate>Tue, 25 Feb 2025 17:36:22 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/02/cropped-Reich-wie-Norwegen-Cover-csm_9783593508498_3cee447100-1-32x32.png</url>
	<title>SPD Archive - Reich wie Norwegen</title>
	<link>https://www.reichwie.de/blog/tag/spd/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>So geht es in Lommatzsch mit dem 2,7 Millionen-Euro-Erbe weiter</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2025/02/25/so-geht-es-in-lommatzsch-mit-dem-27-millionen-euro-erbe-weiter/</link>
					<comments>https://www.reichwie.de/blog/2025/02/25/so-geht-es-in-lommatzsch-mit-dem-27-millionen-euro-erbe-weiter/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2025 16:37:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aktienrente]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Lindner]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Lommatzsch]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.reichwie.de/?p=1212</guid>

					<description><![CDATA[Satte 2,7 Millionen Euro hat die Kleinstadt Lommatzsch in Sachsen geerbt. Davon war im Dezember in Medien wie Spiegel, MDR, Sächsische und hier im Blog zu lesen. Kurz vor Weihnachten hatte ich mal ein wenig rumgerechnet, was denn für die Stadt und deren Bürger rauskommen kann, wenn das Geld wie beim norwegischen Ölfonds angelegt wird &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2025/02/25/so-geht-es-in-lommatzsch-mit-dem-27-millionen-euro-erbe-weiter/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1214" style="width: 270px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-scaled.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1214" class="wp-image-1214" src="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-135x300.jpeg" alt="FDP Parteichef Christian Lindner und die sächsische Parteivorsitzende Anita Maaß mit dem Buch &quot;So werden Sie reich wie Norwegen&quot;, Potsdam 9.2.25." width="270" height="599" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-135x300.jpeg 135w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-462x1024.jpeg 462w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-768x1704.jpeg 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-692x1536.jpeg 692w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-923x2048.jpeg 923w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-555x1231.jpeg 555w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LindnerReichwieNorwegen20250209-scaled.jpeg 1154w" sizes="(max-width: 270px) 100vw, 270px" /></a><p id="caption-attachment-1214" class="wp-caption-text">FDP Parteichef Christian Lindner und die sächsische Parteivorsitzende Anita Maaß mit dem Buch &#8222;So werden Sie reich wie Norwegen&#8220;, Potsdam 9.2.25.</p></div>
<p>Satte 2,7 Millionen Euro hat die Kleinstadt Lommatzsch in Sachsen geerbt. Davon war im Dezember in Medien wie Spiegel, MDR, Sächsische und hier im Blog zu lesen. Kurz vor Weihnachten <a href="https://www.reichwie.de/blog/2024/12/21/27-mio-euro-geerbt-was-nun-wie-lommatzsch-in-sachsen-mit-norwegischer-hilfe-wieder-terence-hills-schlagkraft-bekommt/" target="_blank" rel="noopener">hatte ich mal ein wenig rumgerechnet</a>, was denn für die Stadt und deren Bürger rauskommen kann, wenn das Geld wie beim norwegischen Ölfonds angelegt wird &#8211; Erträge von rund 160 000 € im Jahr wären möglich. Alles andere als wenig für einen Ort mit nicht einmal 5.000 Einwohnern.</p>
<p>Die Berechnungen hatten auch Bürgermeisterin Dr. Anita Maaß neugierig auf mein Buch &#8222;So werden Sie reich wie Norwegen&#8220; gemacht und so hielt ich am Mittwoch, 12. Februar, einen Kurzvortrag für die Stadt Lommatzsch. Würde die Stadt mit Startkapital 2,7 Mio. € die historischen Ölfondsrenditen erwirtschaften, müssten 6% (die historische Durchschnittsrendite des Fonds) entnommen werden, um sofort auf diesen Betrag zu kommen. Noch nachhaltiger wäre wie der Ölfonds jährlich nur 3% des Volumens auszuzahlen und zum Haushalt zu überweisen, dann würden bis Anfang der 2050er Jahre insgesamt mehr als 3 Mio. € ausgezahlt &#8211; mehr als das Startvolumen &#8211; und zugleich soviel durch über 3% liegende Jahresrendite angespart, dass das Fondsvolumen dann fast 7 Mio. € betragen würde! Ein guter Schnitt!</p>
<p>Verständlicherweise gibt es in der Politik auch Überlegungen, einen Teil des Geldes sofort zu nutzen &#8211; um Schulden abzubezahlen (prima Idee! denn das bringt Sicherheit und je nach Zins sogar höhere Rendite) und in sofortige Wünsche der Bürger zu investieren. Dann gilt obige Rechnung dennoch, nur halt anteilig.</p>
<p>Ein entsprechendes Signal kommt vom Stadtrat. Dazu Bürgermeisterin Maaß:</p>
<p>&#8222;Wir hatten am Mittwoch (12.2.) eine Klausur zum Haushalt. Die Stadträte haben sich darauf verständig, einen Teil des Geldes für den Neubau eines Sozialgebäudes für den LSV 1923 e.V. zu verwenden und die Ablösung des Kredites für das Schützenhaus in die mittelfristige Haushaltsplanung für das Jahr 2027 aufzunehmen. Das übrige Geld soll vorerst „aufgehoben“ werden. Über eine sichere und geeignete Anlagestrategie wird der Stadtrat noch weiter beraten und später entscheiden. Auch das Thema Geld in einer Stiftung für die Zukunft zu sichern, ist noch nicht vom Tisch.&#8220;</p>
<div id="attachment_1215" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LommatzschRendite.png"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1215" class="wp-image-1215 size-medium" src="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LommatzschRendite-300x225.png" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LommatzschRendite-300x225.png 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LommatzschRendite-768x576.png 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LommatzschRendite-555x416.png 555w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2025/02/LommatzschRendite.png 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1215" class="wp-caption-text">So könnte die Ölfondsrendite zum Haushalt von Lommatzsch beitragen.</p></div>
<p>Bleibt festzuhalten: je mehr Geld langfristig investiert wird, desto weniger wird der Haushalt kurzfristig belastet und desto mehr langfristig entlastet. Desto weniger kann aber natürlich auch kurzfristig konsumiert werden und kurzfristiger Konsum hat ja auch sein Gutes. Jetzt gilt es kurzfristig Wünsche zu erfüllen ohne den Haushalt langfristig zu stark zu belasten. Das Erbe kann genau das möglich machen, trotzdem ist dieser Interessenausgleich politisch natürlich äußerst schwierig. Populistisch wäre (fast) alles jetzt auszugeben und nicht an morgen zu denken. Solide hingegen wäre das nicht. Nur an die Zukunft zu denken, nutzt im heute wenig. Die Ölfondsstrategie, jedes Jahr eine schöne Summe auszugeben, ohne den Grundstock des Vermögens anzufassen, bietet eine schöne Möglichkeit des (politischen) Ausgleichs.</p>
<p>Was uns zu Christian Lindner und der Aktienrente bringt. Maaß ist auch sächsische FDP-Vorsitzende und hat als solche ihrem Parteichef Lindner auf dem Parteitag am 9. Februar in Potsdam mein Buch in die Hand gedrückt. Lindner, Fan der Aktienrente, hat ja jetzt Zeit zu lesen. Diese Zeit würde ich auch führenden Vertretern von CDU/CSU, Grünen, SPD und Linken wünschen. Denn auch wenn die Linke Kapital(ismus) oft verteufelt, hat der Kapitalmarkt doch eigentlich für alle von FDP bis Linke große Reize. Warum? Das fass ich noch zusammen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.reichwie.de/blog/2025/02/25/so-geht-es-in-lommatzsch-mit-dem-27-millionen-euro-erbe-weiter/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Deutsche Wohnen enteignen = Rentner enteignen oder: Klaus Staeck 2021</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2021/04/23/deutsche-wohnen-enteignen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Apr 2021 19:20:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[Enteignung]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilien]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Staeck]]></category>
		<category><![CDATA[Mietendeckel]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Vonovia]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.reichwie.de/?p=1035</guid>

					<description><![CDATA[Wie Berlin dem Mietenwahnsinn ein Ende bereitet? Für immer? Ganz einfach: &#8222;Deutsche Wohnen &#38; Co enteignen&#8220;. Das meint jedenfalls die gleichnamige Initiative. So traurig es ist, dass Berlin haufenweise Wohnungen in kommunalem Besitz verkauft hat und so wichtig bezahlbarer Wohnraum ist, so fraglich ist doch, diese einmal verkauften (oder auch andere) Wohnungen nun mittels Deutsche &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2021/04/23/deutsche-wohnen-enteignen/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1037" style="width: 296px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1037" class="size-medium wp-image-1037" src="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/DeutscheWohnenAktionaersstruktur2021-296x300.png" alt="Wer mit Deutsche Wohnen enteignet würde." width="296" height="300" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/DeutscheWohnenAktionaersstruktur2021-296x300.png 296w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/DeutscheWohnenAktionaersstruktur2021-768x778.png 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/DeutscheWohnenAktionaersstruktur2021-555x562.png 555w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/DeutscheWohnenAktionaersstruktur2021.png 904w" sizes="(max-width: 296px) 100vw, 296px" /><p id="caption-attachment-1037" class="wp-caption-text">Gewöhnliche norwegische Bürger haben große Anteile an Deutsche Wohnen (Screenshot: Deutsche Wohnen).</p></div>
<p>Wie Berlin dem Mietenwahnsinn ein Ende bereitet? Für immer? Ganz einfach: <a href="https://www.dwenteignen.de" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Deutsche Wohnen &amp; Co enteignen&#8220;</a>. Das meint jedenfalls die gleichnamige Initiative. So traurig es ist, dass Berlin haufenweise Wohnungen in kommunalem Besitz verkauft hat und so wichtig bezahlbarer Wohnraum ist, so fraglich ist doch, diese einmal verkauften (oder auch andere) Wohnungen nun mittels Deutsche Wohnen enteignen  (und &#8211; immerhin &#8211; entschädigen) zurückholen zu wollen.</p>
<p>Es gibt viele Gründe, die in der Debatte bedacht werden sollten und die durchaus dagegen sprechen &#8211; z.B.:</p>
<ul>
<li>das Prinzip, Eigentum nicht einfach so anzutasten.<br />
Oder auch die möglichen Antworten auf die Fragen:</li>
<li>wer soll die Entschädigung bezahlen? (vermutlich alle &#8211; Steuerzahler) und</li>
<li>wer soll dann davon profitieren? (einige wenige &#8211; die, die in den Wohnungen leben).</li>
</ul>
<p>Heute aber ein kleiner Blick darauf, wer denn da enteignet werden soll. Denn  &#8222;Deutsche Wohnen &amp; Co&#8220; &#8211; und hier ersetzen wir mal das &#8222;Co.&#8220; durch  &#8222;Vonovia&#8220; &#8211; sind ja nicht Unternehmen, die niemandem gehören oder einem ominösem Großkapital, dem man ruhig Schaden zufügen darf und dem es auch nicht wehtut &#8211; ein Eindruck, der erschreckenderweise aber immer mal wieder erweckt wird und in den Bereich der antikapitalistischen Verschwörungserzählungen gehört.</p>
<h4>Fasst die Renten nicht an</h4>
<div id="attachment_1036" style="width: 280px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1036" class="size-medium wp-image-1036" src="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415-280x300.png" alt="Wer mit Vonovia enteignet würde." width="280" height="300" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415-280x300.png 280w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415-955x1024.png 955w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415-768x823.png 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415-555x595.png 555w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2021/04/VonoviaAktionaersstruktur20210415.png 1026w" sizes="auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px" /><p id="caption-attachment-1036" class="wp-caption-text">Die größten Aktionäre von Vonovia sind letztlich ganz gewöhnliche norwegische Bürger (Screenshot: Vonovia).</p></div>
<p>Großaktionär sowohl bei <a href="https://investoren.vonovia.de/informationen-zur-aktie/aktionarsstruktur/" target="_blank" rel="noopener">Vonovia</a> als auch bei <a href="https://ir.deutsche-wohnen.com/websites/dewohnen/German/1400/aktionaersstruktur.html" target="_blank" rel="noopener">Deutsche Wohnen</a> ist der norwegische Ölfonds. Dessen Finanzanlagen sind langfristig und letztlich vor allem dafür gedacht, zukünftige Pensionszahlungen an norwegische Rentner zu finanzieren. Der norwegische Staat ist so weise, das Geld seiner Bürger langfristig und renditenstark anzulegen. Die deutschen Wohnungsbauunternehmen zu (teil)enteignen, hieße, den künftigen norwegischen Rentnern einen Teil ihrer Pensionen wegzunehmen. Wollt ihr das, Initiative dwenteignen? Und im Übrigen auch anderen Kleinanlegern, denn hinter Blackrock &#8211; die durchaus kritisch gesehen werden darf &#8211; stehen teilweise auch Privatanleger, die versuchen, ihre dürftigen gesetzlichen Renten kapitalgedeckt zu steigern.</p>
<p>Bevor es zwei Vorschläge zur Güte gibt, noch ein kleiner Blick auf Zahlen.</p>
<p>Bezahlbarer Wohnraum ist unglaublich wichtig &#8211; und viele in Berlin (wo die Enteignungs-Initiative läuft), haben den auch. Nämlich vor allem jene, die alte Mietverträge haben. Die Neuhinzugezogenen der letzten Jahre oder jene, die umgezogen sind, aber zahlen tüchtig. Bei vielen von jenen, die nicht das Glück haben, einen alten Mietvertrag oder ein ziemlich sattes Gehalt zu haben, dürfte die Miete bei den monatlichen Ausgaben der größte Posten sein. <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Wohnen/Tabellen/mietbelastungsquote.html;jsessionid=42C4067864E273557EF5ED61145D407F.live742" target="_blank" rel="noopener">Laut Statistischem Bundesamt</a> gibt der durchschnittliche deutsche Haushalt 27% des Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete und damit etwas mehr als 30% für die Warmmiete aus (der wohl relevantere Posten). In Berlin liegt der Satz in etwa auf gleichem Niveau und es ist davon auszugehen, dass viele über und viele unter diesem Mittelwert liegen &#8211; nicht nur in Abhängigkeit vom Einkommen, sondern auch vom Unterzeichnungsdatum des Mietvertrags (s.o.).</p>
<h4>Nun also zwei Vorschläge, die besser sind als Enteignungen wie derzeit debattiert:</h4>
<ul>
<li>Wie wäre es, wenn wir auch in Deutschland versuchen, mehr aus dem eigenen Kapital zu machen und es global anlegen. Dazu kann gerne auch gehören, bei Vonovia und Deutsche Wohnen als Aktionär einzusteigen, auf der Hauptversammlung aufzutreten und da dann gemeinsam als Aktionäre eine (Selbst-)Enteignung (in dem Fall im Form eines günstigen Verkaufs) und/oder einen Mietendeckel durchzusetzen. Das lässt der Kapitalismus zu und bei dem hohen Streubesitz der beiden börsennotierten Gesellschaften ist das machbar. Und irgendwie doch viel schöner als mit Gewalt zu enteignen. Also: Statt &#8222;Deutsche Wohnen &amp; Co&#8220; enteignen, &#8222;Deutsche Wohnen &amp; Co kaufen&#8220;!</li>
<li>Wie wäre es, wenn das Kaufen einer Immobilie in Deutschland einfacher und billiger wird? Denn die hohen Mieten sind vor allem für eine Bevölkerungsgruppe ein Problem: die Mieter. Und davon gibt es in Deutschland viele. Die Wohneigentumsquote ist im internationalen Vergleich mit knapp unter 50% niedrig &#8211; laut Bundesbank am zweitniedrigsten in der OECD. Die <a href="https://www.lbs-markt-fuer-wohnimmobilien.de/inhalt/bestandszahlen/wohneigentumsquoten-in-deutschland-wohneigentumsquoten-in-europa/" target="_blank" rel="noopener">LBS hat eine schöne Übersicht</a>, aus der hervorgeht, dass z.B. Ungarn (89%), Italien und Norwegen (je 77%), Schweden (61%) und viele andere Länder deutlich vorne liegen. In Berlin liegt die Quote laut der Statistik übrigens bei nur 17%. Die Kaufnebenkosten für Makler, Grunderwerbssteuer, Notar liegen in Deutschland schnell bei 10% und mehr. Deshalb ist es in Deutschland nicht nur relativ unüblich, überhaupt eine Immobilie zu kaufen, sondern wenn, dann wird diese selten verkauft, um dann der neuen Arbeits- oder Familiensituation gemäß eine passendere (kleiner, Grüße, bessere Lage) zu kaufen. In Nordeuropa hingegen sind die Nebenkosten niedrig (nur nebenbei: selbst die günstigen Festpreismakler bieten einen besseren Service, vor allem online, als viele teure hierzulande), der Handel ist einfach und es ist keine Seltenheit, zum Berufsstart die erste Immobile zu kaufen und mit Ende 40 schon in der dritten selbstgenutzten Immobilie zu wohnen. Keine Frage: auch das kostet, aber die Nebenkosten sind niedriger und &#8211; Stichwort Zwangssparen (wer <a href="https://www.amazon.de/werden-Sie-reich-wie-Norwegen/dp/3593512610/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&amp;dchild=1&amp;keywords=bomsdorf&amp;qid=1618678214&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noopener">mein Buch</a> gelesen hat, weiß, dass der Kauf dadurch finanziell die bessere Option sein kann als die Miete) &#8211; es wird Kapital aufgebaut. <a href="https://www.reichwie.de/blog/2018/07/06/kaufen-oder-mieten-boerse-oder-baracke/" target="_blank" rel="noopener">Hier ein kleiner Einblick in Kaufen oder Mieten.</a></li>
</ul>
<p>Was man der Initiative wie auch dem Berliner Mienendeckel-Versuch lassen muss: Sie schaffen es, ein wichtiges Thema &#8211; bezahlbaren Wohnraum &#8211; auf die Agenda zu setzen.</p>
<h4>Die SPD und die Kunst nicht vergessen</h4>
<p>Was das ganze mit Klaus Staeck zu tun hat? Eines von dessen wohl bekanntesten Plakaten trägt den Titel &#8222;<a href="https://www.edition-staeck.de/produkt/klaus-staeck-deutsche-arbeiter/" target="_blank" rel="noopener">Deutsche Arbeiter! Die SPD will Euch Eure Villen im Tessin wegnehmen</a>&#8222;. Überspitzt und ironisch wie der Künstler und langjährige SPD-Förder ist, hat er schon vor Jahrzehnten darauf hingewiesen, dass mit Neid und/auf Immobilien leicht Stimmung zu machen ist.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Darum fordert das ifo Institut &#8222;Vermögensaufbau nach skandinavischem Vorbild&#8220;</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2018/08/12/ifo-mahnt-vermoegensaufbau-nach-skandinavischem-vorbild-an/</link>
					<comments>https://www.reichwie.de/blog/2018/08/12/ifo-mahnt-vermoegensaufbau-nach-skandinavischem-vorbild-an/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Aug 2018 12:24:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Schimmelbusch]]></category>
		<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschlandsfonds]]></category>
		<category><![CDATA[Hochdeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[ifo]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Pension]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.reichwie.de/?p=512</guid>

					<description><![CDATA[Nordeuropa wird in vielen Politikfeldern gerne als Vorbild genannt. Mal kommen die, die dazu aufrufen aus der linken Ecke, mal aus der rechten, mal aus der liberalen. Jetzt ist das Münchener ifo Institut dran (eher liberal).  „Notwendig wäre ein Vermögensaufbau nach skandinavischem Vorbild&#8220;, mahnt Andreas Peichl an. Er ist Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2018/08/12/ifo-mahnt-vermoegensaufbau-nach-skandinavischem-vorbild-an/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_514" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-514" class="wp-image-514 size-medium" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/SEstockholm201611SkeppsholmenKronaFotoBomsdorf-300x217.jpg" alt="Setzt Nordeuropa der Vermögensbildung die Krone auf? Ja, findet das ifo-Institu. (Foto: Bomsdorf)" width="300" height="217" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/SEstockholm201611SkeppsholmenKronaFotoBomsdorf-300x217.jpg 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/SEstockholm201611SkeppsholmenKronaFotoBomsdorf-768x557.jpg 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/SEstockholm201611SkeppsholmenKronaFotoBomsdorf-1024x742.jpg 1024w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/SEstockholm201611SkeppsholmenKronaFotoBomsdorf.jpg 1752w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-514" class="wp-caption-text">Setzt Nordeuropa der Vermögensbildung die Krone auf? Ja, findet das ifo-Institu. (Foto: Bomsdorf)</p></div>
<p>Nordeuropa wird in vielen Politikfeldern gerne als Vorbild genannt. Mal kommen die, die dazu aufrufen aus der linken Ecke, mal aus der rechten, mal aus der liberalen. Jetzt ist das Münchener ifo Institut dran (eher liberal).  „Notwendig wäre ein Vermögensaufbau nach skandinavischem Vorbild&#8220;, <a href="https://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/presse/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen-Archiv/2018/Q3/pm-20180808_sd15_peichl.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mahnt Andreas Peichl an. Er ist Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen</a>. Warum das Ganze? &#8222;Zur Bekämpfung von Ungleichheit&#8220;. &#8222;Einen Vermögensaufbau für die breite Masse zu erleichtern und die Sozialleistungen nicht schlagartig an bestimmten Einkommensgrenzen zu stoppen&#8220;, würde eben jener breiten Masse helfen, so Peichl.</p>
<div id="attachment_519" style="width: 199px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-519" class="size-medium wp-image-519" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/DEhochdeutschlandCoverClettKotta-199x300.jpg" alt="&quot;Hochdeutschland&quot; von Alexander Schimmelbusch. (Cover: Verlag)" width="199" height="300" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/DEhochdeutschlandCoverClettKotta-199x300.jpg 199w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/DEhochdeutschlandCoverClettKotta-680x1024.jpg 680w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/DEhochdeutschlandCoverClettKotta.jpg 740w" sizes="auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px" /><p id="caption-attachment-519" class="wp-caption-text">&#8222;Hochdeutschland&#8220; von Alexander Schimmelbusch. (Cover: Verlag)</p></div>
<p>Das klingt gut und wird auch durchaus von Linkeren vertreten. Ähnliches hatte die <a href="https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/spd-modell-der-deutschlandfonds-1.641929" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD mit dem Deutschlandfonds</a> schon einmal auf kollektiver Ebene vor. An den Vorbereitungen war der jetzige Finanzminister Olaf Scholz beteiligt und es passt auch in das von Andrea Nahles als Arbeits- und Sozialministerin eingebrachte Betriebsrentenstärkungsgesetz. Jetzt könnte die Zeit für ein Modell nach nordeuropäischem Vorbild reif sein. (Lesenswert in diesem Zusammenhang auch der Roman &#8222;Hochdeutschland&#8220; vom Ex-Banker Alexander Schimmelbusch, <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/hochdeutschland-von-alexander-schimmelbusch-populismus-satire-a-1199381.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier ein Text dazu bei Spiegel Online. Schimmelbusch fragte sich in einem Interview, warum Deutschland nicht einen Fonds wie Norwegen hat.</a>).</p>
<p>Wobei gesagt sei, dass es auch dort Unterschiede von Land zu Land gibt. Peichl spricht von Pflicht zu  eine privater, kapitalgedeckter Altersvorsorge, – &#8222;aber anders als bei Riester, wo nur die Versicherungen und die Vermittler davon profitieren.“ Der Pflichtgrad ist in Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden unterschiedlich hoch, selbst wenn mit einbezogen wird, was Sozialpartner unter sich aus machen und nicht nur darauf geschaut wird, was wirklich gesetzlich bindend ist. Das ändert nichts an der Qualität der Idee. Nicht umsonst stehen die Alterssicherungssysteme im Norden Europas ziemlich gut da.</p>
<p>Beispielhaft sei hier einmal das Ranking der Allianz genannt. Dort schneidet Norwegen am besten ab, Schweden und Dänemark aber auch besser als Deutschland, Finnland hingegen nicht und Island wurde nicht bewertet.</p>
<div id="attachment_513" style="width: 525px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/GlobalRetirementLandscapeAllianz.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-513" class="wp-image-513 size-large" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/GlobalRetirementLandscapeAllianz-1024x726.png" alt="So gut stehen die Pensionssysteme unterschiedliche Länder da. (Quelle: Allianz.com)" width="525" height="372" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/GlobalRetirementLandscapeAllianz-1024x726.png 1024w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/GlobalRetirementLandscapeAllianz-300x213.png 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/GlobalRetirementLandscapeAllianz-768x544.png 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/GlobalRetirementLandscapeAllianz.png 1614w" sizes="auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><p id="caption-attachment-513" class="wp-caption-text">So gut stehen die Pensionssysteme unterschiedliche Länder da. (Quelle: Allianz.com)</p></div>
<p>Nicht nur der norwegische Ölfonds könnte als Beispiel dienen, damit in Deutschland die <a href="http://www.reichwie.de/2018/07/28/sparen-fuers-auto-oder-fuers-alter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Absicherung im Alter</a> gestärkt und zugleich Arbeitnehmer mittels Vermögensaufbau an den steigenden Kapitalgewinnen beteiligt werden. Dazu eignen sich auch die Pensionssysteme Schwedens und Dänemarks, wo die Arbeitnehmer einen individuellen Anteil an &#8222;ihrem&#8220; Fonds haben (das Model gibt es in Norwegen übrigens zusätzlich).</p>
<p>Obwohl die SPD entsprechende Ideen auch schon diskutiert hat (s.o.), sieht es derzeit nicht danach aus, als würde der Deutschlandsfonds oder eine kapitalgedeckte Altersvorsorge nach nordeuropäischem Vorbild bald kommen.</p>
<p>Bis es soweit ist (und am besten auch darüber hinaus), bleibt jedem die Möglichkeit individuellen Vermögensaufbau zu betreiben, freiwillig zu sparen und zu investieren also. Dass würde Risiken stärker streuen und Beteiligung am Produktivkapital und den damit verbundenen Gewinnen aufbauen. Nebeneffekt: Investierer setzten sich mehr mit dem Auf und Ab der Wirtschaft sowie der Geschäftspolitik &#8222;ihrer&#8220; Unternehmen auseinander. Denn die Wirtschaft, das sind wir alle, nicht nur &#8222;die Großen&#8220; oder &#8222;die da oben&#8220;.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.reichwie.de/blog/2018/08/12/ifo-mahnt-vermoegensaufbau-nach-skandinavischem-vorbild-an/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
