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	<title>Nachhaltigkeit Archive - Reich wie Norwegen</title>
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	<description>Der genial einfache Vermögensratgeber</description>
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	<title>Nachhaltigkeit Archive - Reich wie Norwegen</title>
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		<title>Wie stark boomt Nachhaltigkeit wirklich?</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2020/06/14/wie-stark-boomt-die-nachhaltigkeit-wirklich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2020 06:15:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[MSCI ACWI]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachhaltigkeit boomt - aber wie stark? Dazu ein paar Anmerkungen, von denen Sie auch finanziell profitieren können.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div id="attachment_925" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-925" class="size-medium wp-image-925" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/06/NOsvalbardSchiff20170709FotoBomsdorf-300x110.png" alt="Kurs Nachhaltigkeit? Svalbard (Foto: Bomsdorf)" width="300" height="110" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/06/NOsvalbardSchiff20170709FotoBomsdorf-300x110.png 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/06/NOsvalbardSchiff20170709FotoBomsdorf-1024x377.png 1024w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/06/NOsvalbardSchiff20170709FotoBomsdorf-768x283.png 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/06/NOsvalbardSchiff20170709FotoBomsdorf.png 1078w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-925" class="wp-caption-text">Kurs Nachhaltigkeit? Schiff vor Svalbard (Foto: Bomsdorf)</p></div>
<p>Mit gutem Gewissen Geld anlegen wollen glücklicherweise nicht mehr nur ein paar Kleinanleger. Doch es gibt auch Probleme bei der Nachhaltigkeit (<a href="https://www.reichwie.de/?s=nachhaltigkeit" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier andere Texte von mir zum Thema</a>). Heute hier ein kurzer Blick auf eins, von dem viel gelernt werden kann.</p>



<p>Nicht immer sind Produkte so grün wie sie zu sein vorgeben. Das ist schade und oft Thema &#8211; wie heute in der FAS (S. 26). In dem Text steht gleich zu Anfang ein Satz mit auf den ersten Blick beeindruckenden Zahlen. Hier erläutere ich ganz kurz, warum man sich von denen nicht blenden lassen sollte und was das für Geldanlage (und viel mehr) lehren kann.</p>



<p>„2019 waren in Deutschland laut dem <a href="https://forum-ng.org/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forum Nachhaltige Geldanlagen</a> schon rund 270 Milliarden Euro nachhaltig angelegt, 23 Prozent mehr als im Vorjahr“, heißt es da. Der FAS vertrau ich, die Zahlen dürften stimmen. 270 Milliarden Euro und ein Plus von 23 % klingen beeindruckend. Vielleicht sogar beeindruckender als sie sind. Warum sei hier an der zweiten Zahl erläutert.</p>



<h4>Rendite nicht vergessen!</h4>
<p>Wovon hängt denn die Entwicklung eines Anlagevolumens ab? Nehmen wir mal das eigene Depot &#8211; da gibt es Zu- und Abflüsse. Die beruhen meist auf bewussten Kauf- und Verkaufsentscheidungen. Der zitierte Satz lässt viele Leser sicher daran denken, dass sich halt so viele neu für nachhaltige Geldanlage entschieden oder zusätzliches Geld in diese investiert haben, dass das Volumen um 23 % gestiegen ist.</p>



<p>Wer kein ganz kleines Depot mehr hat, für den dürfte häufig dessen Wertentwicklung zumindest in überdurchschnittlich starken Jahren eine größere Rolle als die Zuflüsse spielen. 2019 war ein besonderes gutes Jahr an den internationalen Aktienmärkten &#8211; Dividenden reinvestiert legte der MSCI World um 30 % zu (eine schöne Übersieht bieten die <a href="https://www.dividendenadel.de/msci-world-renditedreieck/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kollegen von Dividendenadel hier</a>).</p>
<p>Der nachhaltige <a href="https://www.msci.com/documents/10199/641712d5-6435-4b2d-9abb-84a53f6c00e4" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MSCI World SRI</a> liegt sehr nah am MSCI World &#8211; schneidet mal ein bisschen besser, mal ein bisschen schlechter ab. Um auch Schwellenländer miteinzubeziehen, sollte der MSCI ACWI angeschaut werden &#8211; den gibt es allerdings leider nicht als Renditedreieck bei Dividendenadel, dafür natürlich hier bei MSCI. In seiner <a href="https://www.msci.com/documents/10199/c260c2a2-ba71-47b7-a70a-efeb24b8d43c" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nachhaltigen Variante legte der auch ohne reinvestierte Dividenden 2019 um satte 29 %</a> zu.</p>



<h4>23 % Plus sind toll &#8211; oder auch nicht</h4>
<p>Und schon sind die 23 % Plus bei Nachhaltigkeit nicht mehr so beeindruckend. Denn an allzu großen Zuflüssen, also bewussten Entscheidungen zusätzliches Geld nachhaltig zu investieren, dürfte das Plus nicht liegen. Je nachdem, wo genau das Geld investiert war, könnte sogar einiges abgeflossen sein. Schließlich sind 23 % weniger als 30 %.</p>



<p>Was es zu lernen gibt? Zahlen sind oft erst aussagekräftig, wenn es gute Vergleichsgrößen gibt. Das gilt hier genauso wie bei Geldanlage generell &#8211; was gut aussieht, ist nicht mehr so gut, wenn es im Vergleich unterdurchschnittlich gut ist. Ähnliches gilt auch anderswo, z.B. bei der Gehaltsentwicklung. Ein Plus von 27% über 12 Jahre sieht im Vergleich mit der Inflation nicht mehr ganz so gut aus (darum oft netto-Zahlen verwenden).</p>



<p>Zu den 270 Milliarden Euro Nachhaltigkeit aus dem obigen Zitat nur ein Gedankenspiel, keine Berechnung: Welchen Anteil hat nachhaltige Geldanlage wohl am derzeitigen gesamten investierten Volumen? Und wie hat sich der Anteil 2019 entwickelt? Eine Idee gibt es ganz schnell: einfach Volumen erstmal in Relation zur ungefähren Einwohnerzahl Deutschlands setzen.</p>



<p>Noch ein Hinweis: Nachhaltige Indizes entwickeln sich üblicherweise historisch nicht deutlich schlechter als die Indizes, auf denen sie aufbauen (oben also MSCI World SRI im Vergleich zu MSCI World). Das bleibt in dem FAS-Text leider unerwähnt, weshalb mancher Leser denken könnte, wenn nachhaltig, dann aktiv gemanaget. Schließlich weist die FAS darauf hin, dass es Probleme bei der Auswahl gibt, die starke nachhaltige Unternehmen ignorieren könnten. Dementsprechend werden auch nur Fondsmanager bei Banken und dergleichen zitiert und ETFs spielen keine Rolle.</p>


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		<item>
		<title>Investieren in die Steinzeit?</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2020/05/16/investieren-in-die-steinzeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 May 2020 11:51:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Staub]]></category>
		<category><![CDATA[Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Fidelity]]></category>
		<category><![CDATA[Joschka Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Die FAZ hat das Format des Verlaufsprotokolls wieder entdeckt! Ob das eine gute Idee ist? Machte weder beim Schreiben noch beim Lesen Spaß. So war es jedenfalls in der Schule und so ist es leider auch beim Text &#8222;Die Folgen werden irreversibel sein&#8220; in der heutigen FAZ. Ist ein bisschen Steinzeit des Journalismus (das diese &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2020/05/16/investieren-in-die-steinzeit/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_869" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-869" class="size-medium wp-image-869" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/HolterNaturNO20190619FotoBomsdorf-300x118.png" alt="Norwegische Natur bei Holter. (Foto: Bomsdorf)" width="300" height="118" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/HolterNaturNO20190619FotoBomsdorf-300x118.png 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/HolterNaturNO20190619FotoBomsdorf.png 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-869" class="wp-caption-text">Norwegische Natur bei Holter. Wie sah die wohl zur Steinzeit aus? (Foto: Bomsdorf)</p></div></p>
<p>Die FAZ hat das Format des Verlaufsprotokolls wieder entdeckt! Ob das eine gute Idee ist? Machte weder beim Schreiben noch beim Lesen Spaß. So war es jedenfalls in der Schule und so ist es leider auch beim Text &#8222;Die Folgen werden irreversibel sein&#8220; in der heutigen FAZ. Ist ein bisschen Steinzeit des Journalismus (das diese Form gewählt wurde, liegt vermutlich eher an der knappen Zeit, die sie bis zum Abgabetermin hatte, als an der Autorin selber).</p>
<p>Aber manchmal muss man da halt durch, um so schöne Zitate zu lesen wie:</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Steinzeit ist ja nicht zu Ende gegangen, weil es einen Mangel an Steinen gegeben hat.&#8220;</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Langweilig, aber lesenswert</h4>
<p>Die FAZ hat Joschka Fischer (für die jüngeren Leser: war mal grüner Außenminister und ganz früher hessischer grüner Umweltminister) mit Christian Staub (für alle: Europa-Chef von Fidelity) zusammengebracht und das Gespräch, nun ja, protokolliert. Der Text ist noch nicht online, aber vielleicht <a href="https://www.faz.net/aktuell/finanzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bald hier</a>.</p>
<p>Fischer gibt sich fortschrittsgläubig. Das Zitat lautet komplett: „Die Steinzeit ist ja nicht zu Ende gegangen, weil es einen Mangel an Steinen gegeben hat, sondern weil sich Technologien entwickelt haben.“ Sprich, Innovationen können uns weiterhelfen und die müssen nunmal finanziert werden. Wer dort hohe Gewinnchancen sieht, wird entsprechende Produkte entwickeln und/oder dort invstieren. Geld <a href="https://www.reichwie.de/blog/2020/05/13/rwe-ade/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nachhaltig umzuschichten</a> kann auch helfen &#8211; das ist also eine Entscheidung die nicht nur vom Gewinnstreben, sondern auch vom Gewissen gesteuert ist.</p>
<h4>Und was ist jetzt mit uns Privatanlegern?</h4>
<p>So heißt es in dem Artikel später &#8222;Es komme aber nicht nur auf den Staat und die großen institutionellen Investoren an, findet Fischer. Vor allen Dingen müsse die Initiative von den Privatanlegern kommen.&#8220; Interessant.</p>
<p>Doch dann hat das Protokoll wohl einen Aussetzer oder Fischer hat zu dem Thema nicht mehr viel gesagt. Jedenfalls bleibt es leider ungeschrieben, was denn nun die Privatanleger hier für eine Rolle spielen könnten. Stattdessen: ein schönes Beispiel, was die Politik bewirken kann &#8211; auch mit Maßnahmen, die die Wirtschafts zunächst heftig kritisiert.</p>
<p><div id="attachment_871" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-871" class="size-medium wp-image-871" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/NordfjordenSvalbard20170709FotoBomsdorf-300x122.png" alt="Fifty Shades of Grey - Nordfjorden, Svalbard. (Foto: Bomsdorf)" width="300" height="122" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/NordfjordenSvalbard20170709FotoBomsdorf-300x122.png 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/NordfjordenSvalbard20170709FotoBomsdorf.png 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-871" class="wp-caption-text">Fifty Shades of Grey &#8211; Nordfjorden, Svalbard. (Foto: Bomsdorf)</p></div></p>
<h4>Abwasser und Kapitalismus</h4>
<p>Fischer beschreibt das Verbot Abwasser einfach in Flüsse einzuleiten. Das war lange Standard, da billig, und als ein Verbot drohte, kam die Angst vor steigenden Kosten. Trotzdem blieb der dauerhafte wirtschaftliche Niedergang aus.</p>
<p>Das ist das Schöne am Kapitalismus: zwingt man die Marktteilnehmer (ja! denn wer will schon einen komplett &#8222;ungezügelten&#8220; Kapitalismus) zum Beispiel zu mehr Umweltschutz, meckern sie erst und tun dann alles, um unter diesen neuen Bedingungen zu überleben und möglichst viel Gewinn zu machen. Davon profitieren dann wieder Angestellte und Aktionäre  &#8211; und von den strikteren Umweltbedingungen alle. Natürlich dürfen die Eingriffe nicht zu schnell und zu radikal kommen, aber sie müssen kommen. Staub nimmt in dem Gespräch übrigens eher die Position des etwas Zaghafteren ein.</p>
<p>Wir Privatanleger können den Wandel beschleunigen &#8211; durch bewussten Konsum und bewusste <a href="https://www.reichwie.de/?s=umwelt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">möglichst ökologische Anlageentscheidungen</a>, soll heißen die möglichst grüne Variante von ETFs zu wählen und vielleicht nebenbei ein kleines grünes Portfolio aufzubauen.</p>
<p>Die FAZ hat übrigens gar nicht Steinzeit eine neue Serie &#8222;Grüne Finanzen&#8220; zu der das hier erwähnte Verlaufsprotokoll, ähh, der hier erwähnte Artikel gehört. Lesen lohnt!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nachhaltig investieren? Aber breit gestreut</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2020/05/09/nachhaltig-investieren-aber-breit-gestreut/</link>
					<comments>https://www.reichwie.de/blog/2020/05/09/nachhaltig-investieren-aber-breit-gestreut/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2020 19:18:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ESG]]></category>
		<category><![CDATA[Kritische Aktionäre]]></category>
		<category><![CDATA[MSCI ACWI]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[SRI]]></category>
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					<description><![CDATA[Geldanlage ja bitte, aber ethisch, grün und nachhaltig investieren. So lautet seit einigen Jahren ein weitverbreitetes Credo. Investments sollen nicht nur Rendite bringen, sondern mit dem guten Gewissen vereinbar sein. Hier erhalten Sie dazu ein paar Tipps. (Zum Thema gibt es übrigens auch ständig interessante Artikel in den führenden Medien &#8211; heute etwa in der &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2020/05/09/nachhaltig-investieren-aber-breit-gestreut/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_794" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-794" class="wp-image-794 size-medium" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/OsloBomsdorf2015-225x300.jpeg" alt="Grüne Bäume, klarer Himmel in Oslo. (Foto: Bomsdorf)" width="225" height="300" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/OsloBomsdorf2015-225x300.jpeg 225w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/OsloBomsdorf2015.jpeg 480w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><p id="caption-attachment-794" class="wp-caption-text">Grüne Bäume, klarer Himmel in Oslo. (Foto: Bomsdorf)</p></div></p>
<p>Geldanlage ja bitte, aber ethisch, grün und nachhaltig investieren. So lautet seit einigen Jahren ein weitverbreitetes Credo. Investments sollen nicht nur Rendite bringen, sondern mit dem guten Gewissen vereinbar sein. Hier erhalten Sie dazu ein paar Tipps. (Zum Thema gibt es übrigens auch ständig interessante Artikel in den führenden Medien &#8211; heute etwa in der FAZ (nur print) und bei <a href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/oeko-fonds-hellgruen-kann-die-zukunft-der-geldanlage-sein-a-46319125-a69d-43e9-894a-ccbc74fdadc6" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegel (in der Kolumne von Finanztip-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen &#8211; mit ETF-Beispielen)</a>).</p>
<p>Der Kapitalismus wird immer wieder gerne als Wurzel vieler Übel gesehen. An so manchem Vorwurf ist sicherlich etwas dran. Bedenken Sie aber auch, dass kein anderes Wirtschaftssystem es dem Einzelnen so leicht macht, seinen Werten Gehör zu verschaffen. Sie müssen allerdings bereit sein, Verantwortung zu übernehmen und auch einmal Verzicht zu üben, statt nur zu schimpfen und ansonsten nichts tuend auf den Staat zu warten. Als Konsument haben Sie stets die Möglichkeit, nicht zu kaufen, was aus Ihrer Sicht unethisch hergestellt wurde, die Umwelt belastet und dergleichen. Das ist das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Ohne Käufer keine Umsätze – das wird den Herstellern auf Dauer zu denken geben.</p>
<h4>Mit Geld abstimmen</h4>
<p>Für Sie als Privatanleger gilt Ähnliches. Stecken Sie Ihr Geld nicht in Unternehmen oder Sektoren, deren Geschäftspraktiken Ihnen nicht passen, wenn Sie nachhaltig investieren wollen. Sie haben schließlich die freie Auswahl. Zudem können Sie Ihr Stimm- und Rederecht ausnutzen, um auf Hauptversammlungen zu wettern oder durch Verbände wie die Kritischen Aktionäre wettern zu lassen. Wer kein Geld mehr von Investoren bekommt oder sich von diesen anhören muss, schlecht zu handeln, wird sich seine Strategie vielleicht genauso überlegen, wie wenn die Kunden ausbleiben.</p>
<p><div id="attachment_815" style="width: 212px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-815" class="size-medium wp-image-815" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/NBIMresponsibelInv2019-212x300.png" alt="NBIM Bericht Responsible Investment 2019." width="212" height="300" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/NBIMresponsibelInv2019-212x300.png 212w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/NBIMresponsibelInv2019.png 528w" sizes="auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px" /><p id="caption-attachment-815" class="wp-caption-text">NBIM Bericht Responsible Investment 2019.</p></div></p>
<p>Für den Ölfonds gelten strenge ethische Richtlinien (mehr dazu in Kapitel 6 in <a href="https://www.reichwie.de/glueckliches_norwegen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><span style="color: #ff0000;"><em>So werden Sie reich wie Norwegen</em></span></strong></a> und <a href="https://www.nbim.no/en/the-fund/responsible-investment/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beim Fonds selber</a>). Es gibt eine schwarze Liste mit Unternehmen, in die kein Geld (mehr) investiert wird. Gründe dafür können sein, diese von Kinderarbeit profitieren oder Streubomben herstellen. Auch in das umfassende Geschäft mit Kohle mag der Ölfonds nicht investieren – obwohl dessen Geld aus dem nicht viel saubereren Ölgeschäft kommt. Dass im November 2017 vorgeschlagen wurde, in Zukunft auch Ölaktien abzustoßen, hat allerdings keine ökologischen Gründe. Damit soll das Risiko vermindert werden. Schließlich ist Norwegens Abhängigkeit vom Öl(preis) jetzt schon groß.</p>
<h4>Drei Buchstaben die beim nachhaltig investieren helfen</h4>
<p>Als Anleger haben Sie die Möglichkeit, ETFs zu wählen, die zwar immer noch sehr breit in den Markt investieren, aber bestimmte Unternehmen oder Branchen ausschließen &#8211; zum Beispiel die Tabak oder Waffenindustrie. Diese Fonds sind mit drei weiteren Buchstaben versehen.</p>
<p>Wählen Sie  Varianten, die bestimmte Sektoren ausschließen und zusätzlich nach dem Klassenbesten-Prinzip vorgehen. Bei ETFs, die sich auf Indizes von MSCI beziehen, steht dafür das Kürzel SRI.  ESG weist auf das Klassenbesten-Kriterium hin (dann sind die ausgewählt, die nach bestimmten ethischen Maßstäben besonders gut abschneiden). Hier zum Beispiel der MSCI All County World Index in SRI und klassischer Version im Vergleich (für das detaillierte Dokument <a href="https://www.msci.com/documents/10199/673efff9-9732-4d93-aa72-ab3f54631532" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier entlang zu MSCI</a>).</p>
<p><div id="attachment_796" style="width: 555px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-796" class="wp-image-796 size-large" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/MSCIacwiSRI202004-1024x375.png" alt="MSCI ACWI SRI vs. MSCI ACWI" width="555" height="203" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/MSCIacwiSRI202004-1024x375.png 1024w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/MSCIacwiSRI202004-300x110.png 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/MSCIacwiSRI202004-768x281.png 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/MSCIacwiSRI202004-1536x563.png 1536w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2020/05/MSCIacwiSRI202004-2048x750.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 555px) 100vw, 555px" /><p id="caption-attachment-796" class="wp-caption-text">MSCI ACWI SRI vs. MSCI ACWI. (Quelle: MSCI)</p></div></p>
<p>Darüber hinaus können Sie wie der Ölfonds einen geringen Anteil Ihres Zukunftsfonds gezielt in Unternehmen stecken, die Sie nach ganz bestimmten, zum Beispiel ökologischen Kriterien ausgewählt haben. Auch dafür gibt es spezielle ETFs. Der Anteil dieses Fonds (Beispiele auch in Tenhagens Artikel) im Fonds sollte aber niedrig bleiben, um der angestrebten Diversifikation nicht zu stark entgegenzuwirken.</p>
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		<title>Oder doch erstmal weiter mit Öl-Geld für Öl-Aktien? Und was wird mit Equinor?</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2018/08/31/oder-doch-erstmal-weiter-mit-oel-geld-fuer-oel-aktien-und-was-wird-mit-equinor/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Aug 2018 10:43:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Kein Öl-Geld mehr in fossile Energieträger – das wünscht sich das Managements des norwegischen Ölfonds. Fortan soll nicht mehr in Aktien von Energieunternehmen, die ihr Geld mit Öl und Gas machen, investiert werden (hier der Vorschlag vom April 2018). So etwas freut natürlich die Verfechter der Divestment-Bewegung. Die fordern, Geld von diesen klimaschädlichen Sektoren abzuziehen. &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2018/08/31/oder-doch-erstmal-weiter-mit-oel-geld-fuer-oel-aktien-und-was-wird-mit-equinor/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_543" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-543" class="size-medium wp-image-543" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/EquinorModulesGrimstad201807-300x225.jpg" alt="Mit Öl-Geld bezahlt: Bohrmodule vor Grimstad (Foto: Jan Arne Wold / Equinor)." width="300" height="225" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/EquinorModulesGrimstad201807-300x225.jpg 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/EquinorModulesGrimstad201807-768x576.jpg 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/EquinorModulesGrimstad201807.jpg 788w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-543" class="wp-caption-text">Mit Öl-Geld bezahlt: Bohrmodule vor Grimstad (Foto: Jan Arne Wold / Equinor).</p></div></p>
<p>Kein Öl-Geld mehr in fossile Energieträger – das wünscht sich das Managements des norwegischen Ölfonds. Fortan soll nicht mehr in Aktien von Energieunternehmen, die ihr Geld mit Öl und Gas machen, investiert werden (<a href="https://www.nbim.no/en/transparency/submissions-to-ministry/2018/energy-stocks-in-the-government-pension-fund-global/" target="_blank" rel="noopener">hier der Vorschlag vom April 2018</a>). So etwas freut natürlich die <a href="http://www.reichwie.de/2018/08/04/hier-feiert-divestment-einen-weiteren-erfolg/" target="_blank" rel="noopener">Verfechter der Divestment-Bewegung</a>. Die fordern, Geld von diesen klimaschädlichen Sektoren abzuziehen.</p>
<p>Das Argument der Norweger indes ist nicht die Umweltverschmutzung, sondern Diversifikation. Denn, wenn die Zuflüsse zum Fonds schon so stark vom Ölpreis abhängig sind, dann sollte der für die Entwicklung des Portfolios wenigstens so gut wie keine Rolle spielen. Deshalb also raus mit Aktien von Öl- und Gas-Gesellschaften wie Exxon oder Shell.</p>
<p>Klingt logisch. Der Logik, dass die Energieaktien im Portfolio zumindest kurzfristig recht stark vom Ölpreis bestimmt werden, schließt sich auch die von der norwegischen Regierung bestellte und <a href="https://www.regjeringen.no/contentassets/b02e40ca0e89494288acbe3ddfc4d13a/no/pdfs/nou201820180012000dddpdfs.pdf" target="_blank" rel="noopener">soeben veröffentlichte Untersuchung</a> an. Allerdings sei der Verkauf dieser Aktien keine effektive Lösung, um sich gegen Ölpreisfall abzusichern. Denn er gehe auf Kosten der Risikostreuung durch Diversifikation.</p>
<h3>Was Equinor mit Mitarbeiteraktien gemeinsam hat</h3>
<p>Die Verfasser des Berichts kommen indes mit einer anderen Möglichkeit: Der norwegische Staat könne die Hälfte seiner Anteile an Equinor (früher Statoil) verkaufen und seine Anteile an den Ölfeldern auf dem norwegischen Sockel reduzieren. Politische damit verbundene Erwägungen habe man aber nicht untersucht, heißt es weiter. Die aber sind essentiell: Denn aus dem Anteil an Equinor und den Feldern bestreitet Norwegen schließlich den Ölfonds. Es wäre also ein ziemlich grundlegender Beschluss, da den Besitz zu reduzieren, zumal Equinor verstärkt auf Windkraft setzt. Es bleibt spannend.</p>
<p>Für Privatanleger sind die norwegischen Erwägungen insofern spannend, als dass der hohe Staats- (nicht Fonds-!)Anteil an Equinor ein wenig vergleichbar ist mit jemandem, der privat viel auf Aktien seines Arbeitgebers setzt. Geht es dem richtig schlecht, verlieren die an Wert und der Investor womöglich seinen Arbeitsplatz. Risikostreuung sieht anders aus.</p>
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		<title>Hier feiert Divestment einen weiteren Erfolg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Aug 2018 16:41:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bill McKibben]]></category>
		<category><![CDATA[divestment]]></category>
		<category><![CDATA[Fossil Free]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Uni Göttingen]]></category>
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					<description><![CDATA[Investment hat seit ein paar Jahren ein Gegenstück bekommen: Divestment. Statt Gelder in bestimmte Anlagen zu stecken (to invest), geht es darum, diese aus bestimmten Anlagen abzuziehen (to divest). Üblicherweise sollen bestimmte Branchen oder Unternehmen aus ethischen Gründen nicht länger gefördert / finanziert werden. Der norwegische Ölfonds ist berühmt dafür. Er hat eigens ein Ethik-Komitee, &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2018/08/04/hier-feiert-divestment-einen-weiteren-erfolg/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp"></div>
<p><div id="attachment_496" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-496" class="wp-image-496 size-large" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/NOspitzbergenBusFotoBomsdorf20180706-1024x392.jpg" alt="Auf dem Weg in eine fossilfreie Zukunft Dank Divestment? Bus auf Spitzbergen. (Foto: Bomsdorf)" width="525" height="201" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/NOspitzbergenBusFotoBomsdorf20180706-1024x392.jpg 1024w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/NOspitzbergenBusFotoBomsdorf20180706-300x115.jpg 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/NOspitzbergenBusFotoBomsdorf20180706-768x294.jpg 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/NOspitzbergenBusFotoBomsdorf20180706.jpg 1335w" sizes="auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px" /><p id="caption-attachment-496" class="wp-caption-text">Auf dem Weg in eine fossilfreie Zukunft Dank Divestment? Bus auf Spitzbergen. (Foto: Bomsdorf)</p></div></p>
<p>Investment hat seit ein paar Jahren ein Gegenstück bekommen: Divestment. Statt Gelder <strong>in</strong> bestimmte Anlagen <strong>zu stecken</strong> (to invest), geht es darum, diese <strong>aus</strong> bestimmten Anlagen<strong> abzuziehen</strong> (to divest). Üblicherweise sollen bestimmte Branchen oder Unternehmen aus ethischen Gründen nicht länger gefördert / finanziert werden. Der norwegische Ölfonds ist berühmt dafür. Er hat eigens ein Ethik-Komitee, das eine blacklist erstellt. Geld in Öl und Gas zu stecken, ist dem Pensionsfonds auch verboten.</p>
<p>International versuchen Aktivisten auf Investoren einzuwirken und zu erreichen, dass diese divestieren. Oft heißt das, aus fossilen Energieträgern aussteigen. Es sollen also zum Beispiel keine Anteile mehr an Stromanbieter gehalten werden, die Elektrizität aus Kohle erzeugen oder an Bergbau- oder Ölunternehmen, die die entsprechenden Rohstoffe fördern.</p>
<p>In Deutschland hat die Divestment-Bewegung einen neuen Erfolg in Göttingen  gefeiert. Die dortige Uni handelt nunmehr ähnlich wie der norwegische Ölfonds (wenngleich zum Teil aus anderen Gründen &#8211; s.u.). Seitens der Uni, die eine Stiftungsuni mit einem verwalteten Vermögen von fast 200 Millionen Euro ist, heißt es in den <a href="http://www.uni-goettingen.de/de/anlagengrundsätze+vom+27.06.2018/590945.html" target="_blank" rel="noopener">Ende Juni 2018 beschlossenen Anlagegrundsätzen</a>:</p>
<blockquote>
<p><div id="attachment_494" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-494" class="size-medium wp-image-494" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/UniGöttingenAnlagegrundsätze20180627-300x194.png" alt="Kein Ölgeld für die Uni Göttingen, so steht es in den neuen Anlagegrundsätzen. " width="300" height="194" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/UniGöttingenAnlagegrundsätze20180627-300x194.png 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/UniGöttingenAnlagegrundsätze20180627-768x496.png 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/UniGöttingenAnlagegrundsätze20180627-1024x661.png 1024w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/UniGöttingenAnlagegrundsätze20180627.png 1688w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-494" class="wp-caption-text">Divestment &#8211; Kein Ölgeld für die Uni Göttingen, so steht es in den neuen Anlagegrundsätzen.</p></div></p>
<p>&#8222;Bei Anlageentscheidungen sind vor allem nachhaltig soziale, ethische und ökologische Investments auf Basis der Agenda 21 der UN Weltkommission oder anderer geeigneter Nachhaltigkeitsindizes zu wählen. Investitionen in Unternehmen, deren Hauptgeschäftszweig Exploration, Förderung, Transport und Vertrieb oder Energiegewinnung aus fossilen und nuklearen Energieträgern (Kohle, Erdgas, Erdöl, Uran) ist, werden grundsätzlich nicht vorgenommen.&#8220;</p>
<h3><span style="color: #333333; font-size: 1.125rem;">Norwegen divestiert Öl nicht aus Umweltgründen</span></h3>
</blockquote>
<p>Klingt schon ziemlich norwegisch. Wobei dazu gesagt werden sollte, dass das Nein zu fossilen Brennstoffen in Norwegen (ein Vorschlag des Ölfonds-Management, die endgültige Entscheidung steht noch aus) nicht aus Umweltgründen erfolgt ist (dazu <a href="https://www.bloomberg.com/view/articles/2017-11-21/no-norway-isn-t-turning-away-from-fossil-fuels" target="_blank" rel="noopener"> ein interessanter Artikel von Sony Kapoor bei Bloomberg View</a> und <a href="https://www.nbim.no/en/transparency/submissions-to-ministry/2018/energy-stocks-in-the-government-pension-fund-global/" target="_blank" rel="noopener">ein paar Fakten vom Norwegischen Ölfonds</a>). Der Grund ist, dass die Einnahmen des Fonds schon so stark vom Ölpreis abhängig sind. Da sollen es nicht auch noch die Anlagen so stark tun. Weil die Norweger diversifizieren wollen, betreiben sie also Divestment.</p>
<p>Auch wir Privatanleger haben es in der Hand, unser Geld etwas nachhaltiger anzulegen (<a href="http://www.reichwie.de/2018/08/02/gerd-kommer-zur-nachhaltigkeit-was-uns-verbindet-und-trennt/" target="_blank" rel="noopener">was Gerd Kommer zum Thema Nachhaltigkeit denkt und wer er und ich uns einig sind und was uns trennt, steht hier</a>). Und wir können Teil der Divest-Bewegung werden und Großinvestoren wie die Uni Göttingen dazu bringen, es ähnlich zu  tun. Wie das geht, erklärt <a href="https://twitter.com/luisamneubauer?lang=de" target="_blank" rel="noopener">Studentin Luisa Neubauer</a> im <a href="http://zeit.de/campus/2018-07/klimaschutz-u…" target="_blank" rel="noopener">Interview mit Zeit online</a>. Wer bei ähnlichen Aktionen mitmachen möchte, bekommt weitere Informationen zum Beispiel auf der Seite von<a href="https://gofossilfree.org/de/" target="_blank" rel="noopener"> Go Fossil Free Deutschland</a>. Welche Städte in Deutschland schon so divestiert haben, steht <a href="https://kommunales-divestment.de/re-investment/vorreiterstaedte" target="_blank" rel="noopener">hier.</a> Was in den USA in der von Bill McKibben angestoßenen Bewegung und vor allem Debatte erreicht worden ist, <a href="https://mahb.stanford.edu/blog/radical-flank-effect-350/" target="_blank" rel="noopener">hat die Uni Stanford untersucht</a>.</p>
<div class="mceTemp"></div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Gerd Kommer zur Nachhaltigkeit &#8211; Was uns verbindet und trennt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Aug 2018 07:15:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ESG]]></category>
		<category><![CDATA[Gerd Kommer]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor ein paar Tagen erschien auf dem Blog (und im newsletter) von Gerd Kommer ein Beitrag zum Thema nachhaltiges investieren. Wie eigentlich immer bei ihm, ist der Text lesenswert. Auch, wenn er darin zum Teil zu anderen Schlussfolgerungen kommt als ich, sind wir uns in vielen Dingen einig, zum Beispiel: &#160; es ist eine Frage &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2018/08/02/gerd-kommer-zur-nachhaltigkeit-was-uns-verbindet-und-trennt/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_476" style="width: 258px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-476" class=" wp-image-476" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/ICEFotoBomsdorf-300x224.jpg" alt="Bahn-Aktien wären nachhaltig, sind aber noch nicht käuflich (Foto: Bomsdorf)." width="258" height="193" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/ICEFotoBomsdorf-300x224.jpg 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/ICEFotoBomsdorf-768x574.jpg 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/ICEFotoBomsdorf-1024x765.jpg 1024w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/ICEFotoBomsdorf.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 258px) 100vw, 258px" /><p id="caption-attachment-476" class="wp-caption-text">Bahn-Aktien wären nachhaltig, sind aber noch nicht käuflich (Foto: Bomsdorf).</p></div></p>
<p>Vor ein paar Tagen erschien auf dem Blog (und im newsletter) von Gerd Kommer ein <a href="https://www.gerd-kommer-invest.de/sozial-verantwortlich-investieren-macht-das-sinn/" target="_blank" rel="noopener">Beitrag zum Thema nachhaltiges investieren</a>. Wie eigentlich immer bei ihm, ist der Text lesenswert. Auch, wenn er darin zum Teil zu anderen Schlussfolgerungen kommt als ich, sind wir uns in vielen Dingen einig, zum Beispiel:</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>es ist eine Frage der eigenen Werte, was als nachhaltig angesehen wird,</li>
<li>es ist schwierig für Indexanbieter nachhaltig zu definieren und zu kommunizieren, was dahinter steckt,</li>
<li>das Produktangebot ist noch sehr überschaubar,</li>
<li>die Diversifikation fällt geringer aus, wenn ein Teil des Investmentsuniversums wegfällt (weil es den ethischen Kriterien eben nicht entspricht).</li>
</ul>
<p>Auch wenn es noch nicht das optimale Angebot an nachhaltiger Geldanlage für ein breit gefächertes Portfolio gibt, ist es doch möglich auch mit ETFs möglichst ethisch anzulegen. Wie jede (Investment-)Entscheidung wird man da nie all seine Ansprüche erfüllen können. Doch besser einen Schritt weiter als Stillstand (<a href="http://www.reichwie.de/2018/07/20/nachhaltigkeit-bei-der-geldanlage-ist-langfristigkeit/" target="_blank" rel="noopener">hier geht es übrigens zu meinem vorherigen Beitrag zu Nachhaltigkeit</a>).</p>
<p><div id="attachment_480" style="width: 232px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-480" class="size-full wp-image-480" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/08/CampusKommerETF.png" alt="Gerd Kommer Bestseller erschienen im Campus Verlag. (Abbildung: Verlag)" width="232" height="279" /><p id="caption-attachment-480" class="wp-caption-text">Gerd Kommer Bestseller erschienen im Campus Verlag. (Abbildung: Verlag)</p></div></p>
<p>Außerdem sollte niemand vergessen, dass jeder Einzelne von uns auch Konsument ist und Unternehmen und Geschäftspraktiken auf der Nachfrageseite zeigen kann, was er oder sie von denen hält. Wer Starbucks Steuerpolitik für zweifelhaft hält, sollte eben ins kleine Café nebenan gehen (in der Hoffnung, dass dort nicht ein Teil der Einnahmen schwarz erzielt wird) und wer  findet, Ryanair ist nicht nur für den Klimawandel mit verantwortlich, sondern behandelt seine Angestellten auch schlecht, sollte lieber mit der Bahn fahren. Ähnliche Aspekte finden sich ganz am Ende des Blogbeitrags von Gerd Kommer, der übrigens wie ich im Campus Verlag publiziert, sein Bestseller heißt: &#8222;Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs&#8220;.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Nachhaltigkeit bei der Geldanlage ist Langfristigkeit</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2018/07/20/nachhaltigkeit-bei-der-geldanlage-ist-langfristigkeit/</link>
					<comments>https://www.reichwie.de/blog/2018/07/20/nachhaltigkeit-bei-der-geldanlage-ist-langfristigkeit/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jul 2018 08:40:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Pariser Abkommen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ob es das Wort Langfristigkeit gibt, darüber herrscht Streit. Im Duden online ist es nicht zu finden, im Pons und in diversen auch renommierten Medien aber schon. In der Geldanlage jedenfalls ist Langfristigkeit entscheidend und diese darf nicht ohne Nachhaltigkeit kommen. Denn, wenn etwas langfristig, aber nicht nachhaltig ist, dann ist der Schaden groß. Um &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2018/07/20/nachhaltigkeit-bei-der-geldanlage-ist-langfristigkeit/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp"></div>
<p><div id="attachment_455" style="width: 525px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-455" class="wp-image-455 size-large" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/07/SvalbardÜberflugGletscher201506FotoBomsdorf-1024x453.jpg" alt="Gletscher bei Svalbard, Juni 2015 (Foto: Bomsdorf)." width="525" height="232" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/07/SvalbardÜberflugGletscher201506FotoBomsdorf-1024x453.jpg 1024w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/07/SvalbardÜberflugGletscher201506FotoBomsdorf-300x133.jpg 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/07/SvalbardÜberflugGletscher201506FotoBomsdorf-768x340.jpg 768w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/07/SvalbardÜberflugGletscher201506FotoBomsdorf.jpg 1274w" sizes="auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px" /><p id="caption-attachment-455" class="wp-caption-text">Gletscher bei Svalbard, Juni 2015 (Foto: Bomsdorf).</p></div></p>
<p>Ob es das Wort Langfristigkeit gibt, darüber herrscht Streit. <a href="https://www.duden.de/suchen/dudenonline/langfristigkeit" target="_blank" rel="noopener">Im Duden online ist es nicht zu finden</a>, im Pons und in diversen auch renommierten Medien aber schon. In der Geldanlage jedenfalls ist Langfristigkeit entscheidend und diese darf nicht ohne Nachhaltigkeit kommen. Denn, wenn etwas langfristig, aber nicht nachhaltig ist, dann ist der Schaden groß. Um unsere Umwelt und Gesellschaft langfristig zu erhalten, muss nachhaltig gedacht und vor allem gehandelt werden. Doch wie die geeignete nachhaltige Geldanlage finden?</p>
<p>Aktuell haben die Indexanbieter wie MSCI und DowJones auch nachhaltige Indizes im Angebot. Wer kostengünstig und unkompliziert nachhaltig anlegen möchte, wählt diese Angebote (konkrete Produkte gibt es übrigens in meinem Buch). Doch noch ist das Angebot leider gering. Es wird politisch aber daran gearbeitet, auch offizielle Labels durchzusetzen und die Unternehmen und Vermögensverwalter dazu zu zwingen über Nachhaltigkeit expliziter zu berichten. In Europa ist Frankreich besonders weit, was nachhaltige Geldanlage angeht. Es liegt wie so häufig an der Regulierung. Denn dort sind Vermögensverwalter bereits jetzt verpflichtet über die Nachhaltigkeit ihrer Anlagen zu berichten (da hörte ich kürzlich beim <a href="https://www.ecologic.eu/de" target="_blank" rel="noopener">Ecologic Institut</a> auf einer Diskussionsveranstaltung zum Thema und jetzt steht es auch <a href="http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/kapitalmarkt-wenn-der-klimawandel-zum-anlagerisiko-wird-15694289.html" target="_blank" rel="noopener">bei der FAZ online</a>).</p>
<p>Frankreich alleine ist natürlich nicht genug. Dass Norwegen mit seinem riesigen Ölfonds versucht ethisch anzulegen auch nicht. Beides ist aber ein Vorbild und zeigt, dass es möglich ist Kapital und Umwelt mehr in Einklang zu bringen.</p>
<p><div id="attachment_452" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-452" class="size-medium wp-image-452" src="http://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/07/SvalbardÜberflug201506FotoBomsdorf-300x166.jpg" alt="Schmelzendes Eis, Svalbard Juni 2015 (Foto: Bomsdorf)." width="300" height="166" srcset="https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/07/SvalbardÜberflug201506FotoBomsdorf-300x166.jpg 300w, https://www.reichwie.de/wp-content/uploads/2018/07/SvalbardÜberflug201506FotoBomsdorf.jpg 652w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-452" class="wp-caption-text">Klimawandel? Schmelzendes Eis, Svalbard Juni 2015 (Foto: Bomsdorf).</p></div></p>
<p>Interessant in diesem Zusammenhang und in den Medien (so gut wie?) kein Thema ist, dass beim <a href="https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/paris_abkommen_bf.pdf" target="_blank" rel="noopener">Klimaabkommen von Paris</a> nachhaltige Geldanlage ebenbürtig mit dem 2 Grad-Ziel aufgenommen worden ist. Schließlich steht dort in Artikel 2 Absatz 1 c), dass</p>
<div class="page" title="Page 4">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>&#8222;die Finanzmittelflüsse in Einklang gebracht werden [sollen] mit einem Weg hin zu einer hinsichtlich der Treibhausgase emissionsarmen und gegenüber Klimaänderungen widerstandsfähigen Entwicklung&#8220;.</p>
<p>Hier geht es nur um den Klimaaspekt der Nachhaltigkeit (<a href="http://www.reichwie.de/2018/06/25/nachhaltigkeit-waffenhersteller-heckler-koch-verschiebt-hauptversammlung-wegen-aktionaersdemokratie/" target="_blank" rel="noopener">andere Aspekte z.B. hier</a>), aber das ist immerhin ein Anfang. Privatanleger haben es in der Hand, von ihren Finanzinstituten noch mehr zu fordern und in Anlagen zu investieren, die auch in anderen Bereichen auf Nachhaltigkeit setzen. Damit langfristig nicht nur die monetäre Rendite stimmt.</p>
</div>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Nachhaltigkeit: Waffenhersteller Heckler &#038; Koch verschiebt Hauptversammlung wegen Aktionärsdemokratie</title>
		<link>https://www.reichwie.de/blog/2018/06/25/nachhaltigkeit-waffenhersteller-heckler-koch-verschiebt-hauptversammlung-wegen-aktionaersdemokratie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jun 2018 15:29:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionärsdemokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptversammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Heckler & Koch]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Grässlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Rederecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein bisschen widersprüchlich klingt es schon. Erst bedankt sich der Vorstand von Heckler &#38; Koch bei den vielen Aktionären, die am morgigen Dienstag, 26. Juni 2018, an der Hauptversammlung des deutschen Waffenherstellers teilnehmen möchten. Dann sagt er genau dieses Aktionärstreffen im nächsten Satz ab. In der entsprechenden Investor Relations-Mitteilung heißt es: &#8222;Erfreulicherweise kam es zu einer &#8230; </p><p><a class="more-link btn" href="https://www.reichwie.de/blog/2018/06/25/nachhaltigkeit-waffenhersteller-heckler-koch-verschiebt-hauptversammlung-wegen-aktionaersdemokratie/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein bisschen widersprüchlich klingt es schon. Erst bedankt sich der Vorstand von Heckler &amp; Koch bei den vielen Aktionären, die am morgigen Dienstag, 26. Juni 2018, an der Hauptversammlung des deutschen Waffenherstellers teilnehmen möchten. Dann sagt er genau dieses Aktionärstreffen im nächsten Satz ab.</p>
<p>In der entsprechenden <a href="https://www.heckler-koch.com/de/ir/ir-mitteilungen.html" target="_blank" rel="noopener">Investor Relations-Mitteilung</a> heißt es: <em>&#8222;Erfreulicherweise kam es zu einer unerwartet hohen Anmeldezahl, die unsere Erwartungen und Erfahrungswerte der letzten Jahre und den für die Hauptversammlung vorgesehenen Rahmen überstieg. Leider müssen wir daher die für den 26.06.2018 vorgesehene Hauptversammlung kurzfristig absagen und verschieben.&#8220;</em></p>
<p>Geht es wirklich nur darum, einen größeren Raum zu finden oder hofft das Management doch ganz einfach, dass zu einer verschobenen Hauptversammlung nicht mehr ganz so viele Anteilseigner kommen? Denn Heckler &amp; Koch und seine Aktionäre, das ist nicht immer ganz einfach. Schließlich haben einige von ihnen ganz genau verstanden, welche Vorteile der aktienbasierte Kapitalismus mit sich bringt, nämlich Mitsprache- und vor allem Rederecht. Nicht umsonst heißt es Aktionärsdemokratie.</p>
<p>So gehört der Waffenhersteller zu den Unternehmen, deren Gebahren die Kritischen Aktionäre schon lange zu beeinflussen versuchen (<a href="https://www.kritischeaktionaere.de/heckler-koch.html" target="_blank" rel="noopener">hier die aktuellste Meldung</a>). Zum Verständnis reicht ein Blick ein Jahr zurück und in mein Buch &#8222;So werden Sie reich wie Norwegen&#8220;:</p>
<p>&#8222;Als im Sommer 2017 der deutsche Waffenhersteller Heckler &amp; Koch seine Aktionäre einlud, waren keine Journalisten dabei, der Kleinaktionär Jürgen Grässlin aber schon. Er thematisierte vor Ort problematische Geschäftspraktiken und erreichte mit Berichten darüber in der überregionalen Presse womöglich mehr Aufmerksamkeit als eine kleine Wirtschaftsnachricht eines anwesenden Journalisten. Grässlin arbeitet mit dem Verband der Kritischen Aktionäre zusammen. Dieser setzt sich dafür ein, dass bestimmte gesellschaftliche Fragen von Großunternehmen jedenfalls nicht vollständig ignoriert werden können. Das ist im Kleinen vergleichbar mit dem, was der Ölfonds im Großen mit seinen Positionspapieren und Anfragen an die Unternehmen macht. In diesem Fall wird also gezielt in ein Unternehmen investiert, um es zu beeinflussen, statt es – so wie es mit der schwarzen Liste des Ölfonds geschieht – zu boykottieren.&#8220;</p>
<p>Auch diesmal wollte Grässlin wieder dabei sein und es ist nicht davon auszugehen, dass Heckler &amp; Koch ihn los wird, indem die Hauptversammlung verschoben wird. Wer eine möglichst nachhaltige Welt haben möchte, sollte Aktionär werden und versuchen, Unternehmen in seinem Sinne zu beeinflussen &#8211; in vielen Fällen wird man dabei gar nicht einmal so weit gehen müssen, wie Grässlin. Übrigens: auch Verbraucher haben Macht. Nicht immer muss auf den Staat gewartet werden, um etwas zu bewirken.</p>
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