RWE ade! Uniper passé?

Kohlekraft? Nein Danke! gilt weitgehend beim norwegischen Ölfonds. Jetzt trifft es den deutschen Energiekonzern RWE (ISIN: DE0007037129) voll und Uniper (ISIN: DE000UNSE018) halb. RWE ade also. Und Uniper passé? (Dazu mehr ganz unten.)

Schönes Feuer, aber der Dreck! Kohle ist auch nicht sauber. (Foto: Bomsdorf)

Schönes Feuer, aber der Dreck! Kohle ist auch nicht sauber. (Foto: Bomsdorf)

RWE, so teilte NBIM heute mit, ist nunmehr auf die schwarze Liste gesetzt worden und damit kein Ziel mehr für Investitionen des Fonds. Divestment nennt sich das. NGOs wie Urgewald , die mit ihrem Partner Framtiden i våre hender auch in Norwegen aktiv sind, forden so ein Anti-Investieren schon lange. Unternehmen wegen ihres Handelns Geld zu entziehen ist die kapitalistische Methode, um sie auf den gewünschten Kurs zu bringen.

Der Ölfonds gibt den Ausstieg von RWE übrigens einen Tag bevor der Energiekonzern mit Quartalszahlen kommt, bekannt.

Wenn einer der größten Investoren der Erde aus einem Unternehmen aus ethsichen Gründen aussteigt, erregt das viel Aufmerksamkeit (etwa Handelsblatt und Financial Times  heute,  auch Wiwo früher) und könnte Signalwirkung haben. Vermutlich schauen andere Investoren hier mehr hin, als wenn Urgewald entsprechendes fordert, deren Engagement aber oft am Anfang steht oder zumindest das manch großer Investoren begleitet. Die Moral des Fonds – und auch der RWE-Anteil im Speziellen – war schon Thema in meinem Interview mit dem obersten Manager des Fonds , Yngve Slyngstad, für Die Zeit im November 2018, zu lesen über diesen Link.

Ende 2019 hielt der Fonds an RWE noch 0,6% zu einem Marktwert von knapp über 100 Millionen EUR. Die ebenfalls viel kritisierte Uniper landete heute auf der Beobachtungsliste, späterer Ausschluss nicht ausgeschlossen.  RWE ade, Uniper passé?

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