Reich wie Norwegen in Die Zeit – und bald im Buchhandel!

In DIE ZEIT habe ich zusammengefasst, wie ich selber begonnen habe, nach der norwegischen Finanzformel zu investieren, um reich wie Norwegen zu werden (Screenshot von www.zeit.de ).

In DIE ZEIT habe ich zusammengefasst, wie ich selber begonnen habe, nach der norwegischen Finanzformel zu investieren, um reich wie Norwegen zu werden. (Screenshot von www.zeit.de )

Mein Buch „So werden Sie reich wie Norwegen“ erscheint sehr bald (am 12. April bei Campus genau genommen). Schon in der Osterausgabe der ZEIT berichte ich, wie ich selber angefangen habe, nach norwegischem Vorbild zu investieren. Der Text steht auch online und zwar hier. Viel Lesevergnügen!

500 Milliarden weg – ja und?

Screenshot von www.nbim.no 23. März 2018, 19 Uhr 10, mit dem Wert des Ölfonds.

Screenshot von www.nbim.no 23. März 2018, 19 Uhr 10, mit dem Wert des Ölfonds.

Anfang der Woche führte ich ein längeres Interview mit Ulrik Haagerup. Der frühere Nachrichtenchef des dänischen Senders DR bildet Journalisten weiter, weil er sich um die Branche sorgt. Er meint Journalismus sei viel zu sehr zur Panikmache geworden. Es mangle an Nuancierung und konstruktiven Geschichten. Recht hat und was Haagerup vor allem auf die Berichterstattung zu Politik und Vermischtem bezog, gilt auch für die Börse.

Satte 500 Milliarden Kronen habe der norwegische Ölfonds seit Jahresbeginn verloren, schreibt Dagens Næringsliv unter der Überschrift „Ölfonds unter 8000 Milliarden“. Wer drüber nachdenkt, für den ist das eigentlich eine uninteressante Nachricht. Ja, es ist ein Wertunterschied von über 5 %. Aber binnen drei Monaten ist es nun wirklich nicht der Rede wert. Im Artikel steht auch, dass der Fonds den Wert von 8000 Milliarden Kronen erst im Herbst erreicht habe. Also ist das Gesamtvolumen (Wertentwicklung samt Ein- und Auszahlungen) wieder auf das Niveau von vor ungefähr einem halben Jahr zurückgefallen. Das ist nun wirklich keine große Schwankung.

Wer bei seinem eigenen Depot schon ein mulmiges Gefühl bekommt, wenn der Wert binnen sechs Monaten de facto nicht zulegt, der sollte vielleicht doch lieber auf das Sparbuch setzen. Und muss dann aber damit leben, dass der Wert real in zehn Jahren vermutlich geringer ist als heute während derjenige, der Schwankungen durchsteht, gute Aussichten hat, einen erheblich besseren Schnitt zu machen. Auch, wenn es vermutlich nie 500 Milliarden werden, aber der relative Erfolg zählt.

Heute ist.. Tag der Aktie?!?

Was es alles gibt! Heute, am 16. März, ist der „Tag der Aktie„. Ehrlich gesagt hatte ich davon nie etwas gehört – bis mich der newsletter vom Deutschen Aktieninstitut erreichte. Im Anschreiben hieß es „zum Tag der Aktie erinnert das Deutsche Aktieninstitut daran, dass sich mit Aktien langfristig beachtliche Sparerfolge erzielen lassen. Dabei geht es nicht um den richtigen Einstiegszeitpunkt, sondern darum, dass man kontinuierlich und breit gestreut in Aktien investiert.“ Recht haben sie. Deshalb verlinke ich hier auch gerne zur kompletten Pressemeldung; möchte mir aber den Hinweis, dass der norwegische Ölfonds seit Auflegung 1998 besser abgeschnitten hat als der Dax, nicht verkneifen.

Interessanterweise stammt die erste Aktie, die es je gab aus Nordeuropa. In Schweden gab die Kupfermine in Falun unter dem Namen „Stora Kopparbergs bergslag“ 1288 Anteilsscheine heraus. Den Nachfolger des Unternehmens gibt es noch heute. Nach Umbenennung und Fusionen heißt das Unternehmen Stora Enso und ist immer noch börsennotiert. Falun ist international auch ein Name, weil hier das bekannte Falunrot der schwedischen Holzhäuser herkommt. Die Pigmente davon stammten ebenfalls von „Stora Kopparbergs bergslag“ Kupfermine, die erst 1992 geschlossen wurde. Wie sich das Investment wohl entwickelt hätte, wenn die eigenen Vorfahren im 13. Jahrhundert auch nur eine Aktie der Bergbaugesellschaft gekauft und diese bis heute in der Familie geblieben wäre? Womöglich noch besser als die Bilder von Carl Larsson? Dessen bunte Familienidylle sind der zweite Exportschlager aus der Gegend um Falun.

Der Tag der Aktie ist natürlich eine Erfindung der Finanzwirtschaft (schreibt die Deutsche Börse hier bei Finanzen.de). Trotz des hehren Anliegens Vermögensbildung zu demokratisieren (und des weniger hehren, aber völlig akzeptablen Anliegens, Provisionen zu verdienen), hat es der Tag zu Recht nicht zu jener Bedeutung und Bekanntheit gebracht, wie der in der vergangenen Woche gefeierte Weltfrauentag.